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Häufige Fragen zum Thema

  • Sind auch andere Kombinationen möglich?

    Ja, im Erneuer­bare-Wärme-Gesetz 2015 können auch andere Maß­nahmen mit Bio­gas kombiniert werden, um die 15 % Erneuer­bare Energien zu erreichen, z. B. die Dämmung der Kellerdecke. Generell raten wir jedoch aus Kosten­gründen zu der Erstellung eines Sanierungs­fahr­plans. Nach der Norm aus 2008 reicht der Ein­satz von 10 % Biogas voll­ständig aus, um das alte Wärme­gesetz zu erfüllen.

  • Wie erfülle ich die Vorgaben?

    Im Wärmegesetz von 2008 haben Sie die Wahl zwischen Biogas oder Bioöl in einer neuen Gas- bzw. Ölheizung, Wärmepumpen, Solarenergie, Pellet- oder Holzheizungen. Alternativ können Sie Ihr Haus auch besonders effizient wärmedämmen, eine Heizungsanlage mit Kraft-Wärme-Kopplung oder einer Photovoltaik-Anlage instal­lieren. Ist das Gebäude an ein Fern-/Nahwärmenetz ange­schlossen, er­füllen Sie das Gesetz ggf. bereits.

    Nach den Vorgaben des Gesetzes aus 2015 können Sie die ver­schie­denen Erfüllungsoptionen auch miteinander kombinieren. Eine zusätz­liche kosten­günstige Möglich­keit ist der sogenannte Sanierungs­fahr­plan – eine einmalige individuelle energe­tische Beratung zu Ihrem Haus.

    Wir raten aus Kosten­gründen generell zum Einsatz von 10 % Biogas ‒ im Wärmegesetz 2015 in Kombination mit der Erstellung eines Sanierungs­fahr­planes.

    Siehe Gesetzestext EWärmeG 2008 bzw. Gesetzestext EWärmeG 2015

  • Kann Klimakönner auch den Sanierungsfahrplan ausstellen?

    Nach § 6.4 SFP-VO wird eine unabhängige Beratung vorgeschrieben. Da wir ggf. auch Ihr Biogaslieferant sind, könnte ein Interessenkonflikt vorliegen. Aus diesem Grund geben wir diese veranwortungsvolle Aufgabe durch unsere kostenlose Vermittlung in die Hände von lokalen Energie-Experten.

  • Gibt es eine Alternative?

    Eine geförderte Vor-Ort-Beratung der BAFA – die dem Sanierungsfahrplan inhaltlich stark ähnelt – kann für Wohngebäude ersatzweise angerechnet werden. Einen Experten finden Sie über unser Formular, über die regionalen Energieagenturen in Baden-Württemberg oder in dieser Liste des Bundes. Ein Energiesparcheck dagegen ist nicht ausreichend für die Erfüllung des Gesetzes.

    Siehe § 4.3 SFP-VO in Verbindung mit der Richtlinie zur Förderung der BAFA-Vor-Ort-Beratung

    Generell können Sie im baden-württembergischen Wärmegesetz natürlich auch eine andere (Teil-)Erfüllungsoption wählen.

  • Warum gibt es den Sanierungsfahrplan?

    Der Gesetz­geber möchte den Eigen­tümern eine günstige Gelegen­heit geben, sich 5 % Erneuer­bare Energien im Erneuer­bare-Wärme-Gesetz an­rechnen zu lassen. Im Gegen­zug wird den Betroffenden eine energetische Sanierung in einer Vor-Ort-Beratung durch einen Experten näher gebracht und doku­mentiert. Werden im An­schluss einige Maß­nahmen aus dem Sanierungs­fahr­plan durch die Eigen­tümer (frei­willig) umgesetzt, können klima­schädliche CO2-Emissionen vermieden werden. Der Sanierungs­fahr­plan setzt einen Anreiz zur Sanierung und trägt somit dazu bei, die aus­ge­gebenen Klima­schutz­ziele zu erreichen.

    In Baden-Württemberg (wie auch in ganz Deutsch­land) sorgt der Gebäude­bestand mit ver­alteten Heiz­anlagen und un­dichten Gebäude­hüllen für einen Groß­teil der CO2-Emissionen. Eine ener­getische Sanierung und der Einsatz von Erneuer­baren Energien führen zu einer effizienten Nutzung der Energie und fördern die Un­abhängig­keit von fossilen Energie­trägern. Eine energe­tische Beratung wie der Sanierungs­fahr­plan ist ein erster guter Schritt in die richtige Richtung: Ein Sanierungs­fahr­plan gibt Ihnen einen individuellen Über­blick über die energe­tischen Opti­mierungs­möglich­keiten Ihres Gebäudes.

  • Gibt es eine Förderung für Nicht-Wohngebäude?

    Nein. Eine Förderung ist leider nicht vorgesehen. Eine Förderung ist auf Wohngebäude beschränkt. Aufgrund der Vielzahl von unterschiedlichen Nicht-Wohngebäuden-Typen gibt es auch keinen Musterbericht.

    Führt ein Nicht-Wohngebäude aber beispielsweise bereits ein Energiemanagementsystem oder ein Energieaudit, so können relevante Daten für den Sanierungsfahrplan genutzt werden. Damit können der Aufwand und die Kosten für den Sanierungsfahrplan reduziert werden.

    Siehe § 2.1 FöRL SFP

  • Gibt es eine Förderung für Wohngebäude?

    Ja. Die Förderung ist in der Förderrichtlinie zum Sanierungsfahrplan festgelegt und wird vom Aussteller (z. B. ein Energieberater) bei der L-Bank beantragt. Der Aussteller stellt seine Rechnung somit abzüglich des Landeszuschusses. Grundvoraussetzung für einen Zuschuss ist, dass der Sanierungsfahrplan vor dem Heizungstausch in Auftrag gegeben wurde.

    Die Höhe dieses Zuschusses ist von der Anzahl der Wohneinheiten in den jeweiligen Gebäuden abhängig. Er beträgt für Ein- bis Zweifamilienhäuser 200 €, für Mehrfamilienhäuser erhöht sich der Zuschuss ab der dritten Wohneinheit um 50 € für jede weitere Wohneinheit. Der Zuschuss beträgt höchstens 50 % der Beratungskosten für den einzelnen Sanierungsfahrplan (inkl. Mehrwertsteuer). Der maximale Zuschuss pro Gebäude beträgt 500 €.

    Eine Sanierungsfahrplan-Beratung in Anspruch nehmen können Gebäudeeigentümer (natürliche Person), Erbbauberechtigte oder Wohnungseigentümergemeinschaften. Dies gilt auch für von Gebäudeeigentümern beauftragte Dritte, sofern alle Gebäudeeigentümer mit der Erstellung des Sanierungsfahrplans einverstanden sind. Auch Gebäudebesitzer (d. h. Mieter oder Pächter) in Abstimmung mit dem jeweiligen Gebäudeeigentümer kommen in Betracht.

    Wurde in den letzten 5 Jahren bereits eine Förderung in Anspruch genommen, ist eine weitere Förderung nicht möglich.

    Weitere Informationen erhalten Sie bei der L-Bank: sanierungsfahrplan@l-bank.de, Tel.: 0721 150 1600, Fax: 0721 150 3896.

  • Muss ich den Sanierungsfahrplan nach einer gewissen Zeit wiederholen?

    Nein, der Sanierungsfahrplan muss zur Gesetzeserfüllung nur einmal durchgeführt werden und sichert Ihnen damit die Teilerfüllung von 5 %. Auch, wenn Sie keine der im Sanierungsfahrplan ermittelten Maßnahmen zur Energieeinsparung durchführen, ist eine Wiederholung der energetischen Beratung nicht notwendig.

  • Wie weise ich die Erstellung nach?

    Sie reichen eine Kopie des Sanierungs­fahr­plans inkl. einer Selbst­erklärung des Beraters bei Ihrer unteren Bau­rechts­behörde ein. Damit sind bei Wohn­gebäuden 5 % der Pflicht erfüllt. Die anderen 10 % können Sie durch den Ein­satz von unserem EWärmeG-Biogas in einer neuen Gas­heizung erreichen.

    Bei einer BAFA-Vor-Ort-Beratung ist die Kopie des Deckblatts, des Inhalts­ver­zeichnisses und der Unter­schrifts­seite des Beratungs­berichts ein­z­ureichen.

  • Wer kann einen Sanierungsfahrplan erstellen?

    Neben Energieberatern dürfen vor allem bei Wohngebäuden auch entsprechend qualifizierte Handwerker und Schornsteinfeger nach § 6 SFP-VO Sanierungsfahrpläne ausstellen. Der Aussteller bestätigt mit einer Selbsterklärung, dass er die Anforderungen erfüllt.

    Bei Nicht-Wohngebäuden muss der Berater nachweisen, dass er in den letzten 2 Jahren eine dem Sanierungsfahrplan vergleichbare Beratung durchgeführt hat oder an einer entsprechenden Fortbildung teilgenommen hat.

    Berater, die auf der Expertenliste der dena gelistet sind, sind ebenfalls ausstellungsberechtigt.

  • Wann muss der Sanierungsfahrplan erstellt werden?

    Der Sanierungsfahrplan darf nicht älter als 5 Jahre sein um im Erneuerbare-Wärme-Gesetz anerkannt zu werden. Eine Förderung der L-Bank wird außerdem nur gewährt, wenn der Sanierungsfahrplan vor dem Heizungstausch in Auftrag gegeben wurde.

    Siehe § 9.3 EWärmeG 2015 und § 4.6 FöRL SFP in Verbindung mit § 4.1 EWärmeG 2015

  • Was kostet die Erstellung eines Sanierungsfahrplans?

    Die Kosten für einen Sanierungsfahrplan betragen für Wohngebäude (Ein- und Zweifamilienhäuser) je nach Größe und Aufwand in der Regel ~ 700 € bis 1.000 € ggf. abzüglich eines Landeszuschusses (bis zu 500 €) der L-Bank. Dieser wird aber nur gewährt, wenn der Sanierungsfahrplan vor dem Heizungstausch in Auftrag gegeben wurde. Insgesamt betragen die Kosten dann effektiv ~ 500 €. Ein Sanierungsfahrplan für Mehrfamilienhäuser kostet anteilig mehr.

    Aufgrund des spezifischen Sanierungsfahrplanes für Nicht-Wohngebäude erhöht sich der Aufwand und somit die Kosten hier überproportional.

  • Für welche Gebäude ist der Sanierungsfahrplan vorgesehen?

    Für Wohngebäude und Nicht-Wohngebäude in Baden-Württemberg.

    Siehe § 6.2 § 9 § 13.2 § 16 EWärmeG 2015

  • Müssen die Empfehlungen umgesetzt werden?

    Nein. Im Sanierungsfahrplan sind nur Empfehlungen aufgeführt, eine Umsetzung ist freiwillig. Der Sanierungsfahrplan soll den Eigentümern lediglich Möglichkeiten der Sanierung aufzeigen.

    Siehe § 9.2 EWärmeG 2015

  • Was ist der Sanierungsfahrplan BW?

    Eigentümer von Wohn- und Nicht-Wohngebäuden in Baden-Württemberg werden durch den Sanierungsfahrplan BW im Rahmen einer Vor-Ort-Begehung energetisch beraten. Der selbst ausgewählte Energieberater analysiert den Ist-Zustand des Gebäudes und zeigt in einer Dokumentation mindestens zwei Varianten der Sanierung auf.

    Im Rahmen des Erneuerbare-Wärme-Gesetzes 2015 gilt die Erstellung des Sanierungsfahrplanes bei Wohngebäuden als Teilerfüllungsoption in Höhe von 5 %.

    Nicht-Wohngebäude können mit dem Sanierungsfahrplan BW sogar die geforderten 15 % komplett erfüllen. In diesem Fall ist jedoch zu beachten, dass auch die Bereiche Lüftung, Kühlung, Klimatisierung und Beleuchtung energetisch bewertet werden müssen.

    Die Eckpunkte eines Sanierungsfahrplanes werden nach § 9.4 EWärmeG 2015 in der Verordnung zum Sanierungsfahrplan vorgegeben.

    Siehe § 9 § 16 EWärmeG 2015

  • Wie geht es nach meiner Bestellung weiter?

    Mit der Bestellung erteilen Sie uns den Auftrag, Sie zu be­­liefern. Wir werden anschließend – falls die Kündigung noch nicht von Ihnen vor­­ge­­nommen wurde – Ihren der­­zeitigen Ver­­trag kündigen. Darüber hinaus werden wir unsere Be­­lie­­ferung bei Ihrem zu­­ständigen Netz­­betreiber anmelden. Sofern keine Un­­stimmig­­keiten auftreten, wird der Wechsel­­prozess etwa 3 Wochen, in Aus­­nahme­­fällen bis zu 6 Wochen, in An­­spruch nehmen. Wir bitten hier um etwas Geduld. Für Sie ist aber nichts weiter zu tun.

    Im Anschluss daran erhalten Sie von uns eine Auftrags­­bestätigung mit Angabe des Liefer­­termins. Dadurch ist der Ver­­trag zustande gekommen und Sie werden für mindestens 12 Monate von uns beliefert. Der Nach­­weis wird Ihnen im An­­schluss auto­­matisch zuge­­sendet.