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Häufige Fragen zum Thema

  • Gibt es in Deutschland weitere Wärmegesetze?

    Ja. Deut­sch­land möchte seine Zie­le zur CO2-Re­duk­tion er­reichen. Im Be­reich der Wärme­­versorgung von Bau­wer­ken unter­schied­lich­ster Art ist das CO2-Ein­­spar­­potential enorm. Des­halb soll zum einen der End­­energie­­ver­brauch ge­senkt und zum an­deren der Ein­satz von Erneuer­­baren Ener­gien ge­stei­gert werden. Um eine effi­zien­tere Ver­sorgung zu er­reichen, sind in Deutsch­­land die Energie­­einspar­­verordnung (EnEV) und das Erneuer­bare-Ener­gien-Wärme-Ge­setz (EEWärmeG) er­lassen wor­den. Diese Ge­setze ver­pflichten die Eig­ner von Neu­bauten zu einer öko­­logi­­scheren Ver­­sorgung. Beide Be­stim­mun­gen sollen im Ge­bäude­­energie­­gesetz zusammen­­gefasst werden, das je­doch noch nicht über den Refe­renten­­entwurf hin­aus ge­kommen ist.

    Des Wei­teren gibt es in Thü­ringen, dem Saar­land und Nord­rhein-West­falen eben­­falls Pläne zur Ein­­führung eines Wärme­ge­setzes auf Länder­­ebene für den Be­stands­bauten.

    Die „Grünen“ haben Ende 2015 einen Ent­wurf in den Bundes­­tag ein­ge­bracht, der eine bundes­­weite Regel­ung nach dem Vor­bild aus Baden-Würt­tem­berg im Rahmen des EEWärmeG vor­sieht. Der Vor­schlag ist im Bundes­­ausschuss u. a. durch die Stim­men der CDU/CSU und der SPD zu­nächst ab­ge­lehnt worden. Die SPD möchte in naher Zu­kunft eine ei­gene Aus­ar­beit­ung vor­legen.

  • Gibt es in Deutschland weitere Wärmegesetze?

    Ja. Deutsch­land möchte seine Ziele zur CO2-Re­duk­tion er­reichen. Im Be­reich der Wärme­­versorgung von Bau­wer­ken unter­schied­lich­ster Art ist das CO2-Ein­­spar­­potential enorm. Deshalb soll zum einen der End­­energie­­ver­brauch ge­senkt und zum anderen der Ein­satz von Erneuer­­baren Ener­gien gesteigert werden. Um eine effi­zien­tere Versorgung zu er­reichen, sind in Deutsch­­land die Energieeinsparverordnung (EnEV) und das Erneuerbare-Energien-Wärme-Gesetz (EEWärmeG) er­lassen worden. Diese Ge­setze ver­pflichten die Eig­ner von Neu­bauten zu einer öko­­logi­­scheren Ver­­sorgung. Beide Be­stim­mun­gen sollen im Ge­bäude­­energie­­gesetz zusammen­­gefasst werden, das jedoch noch nicht über den Refe­renten­­entwurf hinaus ge­kommen ist.

    Des Weiteren gibt es in Thüringen (ThEEWärmeG), dem Saar­land (SEEWärmeG) und Nord­rhein-West­falen eben­­falls Pläne zur Ein­­führung eines Wärmege­setzes auf Länder­­ebene für den Be­stands­bauten. Übersicht Wärme-Gesetze

    Die „Grünen“ haben Ende 2015 einen Entwurf in den Bundes­­tag ein­gebracht, der eine bundes­­weite Regel­ung nach dem Vor­bild aus Baden-Würt­tem­berg im Rahmen des EEWärmeG vor­sieht. Der Vor­schlag ist im Bundes­­ausschuss u. a. durch die Stimmen der CDU/CSU und der SPD zu­nächst ab­gelehnt worden. Die SPD möchte in naher Zu­kunft eine eigene Aus­ar­beit­ung vor­legen.

  • Warum gibt es in BW diese Vorgaben?

    Knapp ¼ der Treib­­haus­­gas­­emissionen in Baden-Württemberg sind auf die Warm­­wasser­­bereitung und das Heizen zurück­zu­führen – ein Groß­teil davon fällt auf den Gebäude­­bestand. Die Landes­regierung hat in ihrer Koalitions­verein­barung fest­gelegt, die Energie- und Klimapolitik neu auszurichten. Zentrales Element ist das Klimaschutzgesetz, das am 17. Juli 2013 beschlossen wurde. Das Gesetz legt ver­bindliche Ziele zur Treib­haus­gas­minderung fest. So soll der CO2-Ausstoß des Landes bis 2020 um mindestens 25 % und bis 2050 um 90 % sinken.

    Das Wärme­gesetz soll dazu bei­tragen, diese Ziele zu erreichen, indem es den Anteil Erneuer­barer Energien an der Wärme­ver­sorgung bei Ge­bäu­den im Be­stand deut­lich er­höht und da­durch den CO2-Ausstoß senkt.

  • Was passiert, wenn ich gegen die Nutzungspflicht verstoße?

    Ver­stöße gegen die Er­füllungs-, Nach­weis- oder Hinweis­pfl­icht können mit Geld­bußen bis zu 50.000 bzw. 100.000 € be­straft wer­den. Die un­tere Bau­rechts­be­hörde kann da­rüber hin­aus die Vor­lage von Nach­weisen oder die Er­for­der­nis zur Nutz­ung Er­neuer­bare Ener­gien ver­waltungs­recht­lich an­ordnen.

  • Kann ich die Erfüllungsoption im Nachhinein noch ändern?

    Ja, eine Än­derung ist jeder­zeit mög­lich. Wich­tig ist nur, dass die neue Er­fül­lungs­var­iante den Ge­setzes­an­for­der­ungen ent­spricht und der un­teren Bau­rechts­behörde ein Nach­weis vor­gelegt wird.

  • Für wie lange gilt die Nutzungspflicht?

    Bei der Erfüllung handelt es sich um eine Dauerpflicht. Auch bei einem Eigen­tüme­rwechsel greift das Gesetz weiter­hin. Die untere Bau­rechts­behörde behält sich vor, die Gesetzes­erfüllung auch deutlich nach der Er­neuerung der Heiz­anlage zu über­prüfen.

  • Kann ich mir bereits umgesetzte Maßnahmen anrechnen lassen?

    Ja. Der Zeitpunkt, zu dem die Maß­nahme umgesetzt wurde ist i. d. R. nicht ent­scheidend. Wichtig ist, dass die An­forderungen des Gesetzes erfüllt werden. Auch eine anteilige Erfüllung durch die bereits vor­handene Maß­nahme ist denkbar.

  • Was ist bei einem Gewährleistungsfall der Heizung?

    Wenn Ihr Heiz­kessel nach dem 1. Januar 2010, aber vor dem 1. Juli 2015 neu in­stal­liert wurde und dann nach max. 5 Jahren als Ge­währ­leistungs­fall wie­der aus­ge­tauscht wer­den soll, liegt ein Härte­fall ge­mäß EWärmeG 2015 vor. Zu er­füllen sind dann die bis dato be­reits zu er­füll­enden An­forder­ungen des Er­neuer­bare-Wär­me-Ge­setzes 2008; zu­min­des­tens falls kein An­trag auf Be­freiung ein­ge­reicht und ge­nehmigt wur­de.

  • Wann gilt eine Immobilie als Nicht-Wohngebäude?

    Die Ein­teilung in Wohn­gebäude und Nicht­wohn­ge­bäude richtet sich nach der flächen­mä­ßig über­wiegenden Nutz­ung. Ein­richt­ungen, die zum dauer­haften Woh­nen be­stimmt sind, wie auch Wohn-, Alten- und Pflege­heime, gel­ten als Wohn­gebäude. Bei Häusern, welche ge­mischt ge­nutzt werden, gilt: Über­schreitet der gewerb­liche Nut­zen der Flä­che 50 %, so zählt der Bau als Nicht­wohn­ge­bäude. Bei­spiele hier­für sind Schulen, Kinder­gärten, Büro­ge­bäude und Rest­au­rants.

  • Gibt es Ausnahmen und Befreiungen?

    Ja, in wenigen Fällen. Wenn alle zur Erfüllung an­erkannten Erfüllungs­optionen im Wärme­gesetz 2015 technisch oder baulich un­möglich sind oder sie denk­mal­schutz­rechtlichen oder anderen öffentlich-rechtlichen Vor­schriften wider­sprechen, kann die Pflicht ent­fallen. Darüber hinaus können Sie eine Befreiung beantragen, falls besondere Umstände vorliegen, die zu einer unzumut­baren Belastung führen würden. Ausnahmen …

    Bei den alten Vor­schriften aus 2008 reicht die tech­nische oder bau­liche Un­möglichkeit einer Solar­thermie­anlage (als sogenannte Ankertechnologie) aus, um von der Erfüllungs­pflicht befreit zu werden. Darüber hinaus kann auch ein Antrag auf Befreiung wegen besonderer Um­stände, un­verhältnis­mäßigen Auf­wand oder unbilliger Härte gestellt werden.

    Siehe § 4.8 Nr. 3-4 EWärmeG 2008 bzw. § 19 EWärmeG 2015

  • Wie und wo weise ich die Erfüllung nach?

    Sie als Gebäude-Eigen­tümer stehen in der Verant­wortung nachzuweisen, dass Sie geeignete Maßnahmen bzw. Maß­nahme­nkombinationen zur Erfüllung des Gesetzes ergriffen haben. Dafür müssen Sie der für Sie zu­ständigen unteren Bau­rechts­behörde – meist das örtliche Bau­amt – den entsprechenden Nach­weis vorlegen.

    Siehe § 6 EWärmeG 2008 bzw. § 20.1 EWärmeG 2015

  • Sind auch andere Kombinationen möglich?

    Ja, im Erneuer­bare-Wärme-Gesetz 2015 können auch andere Maß­nahmen mit Bio­gas kombiniert werden, um die 15 % Erneuer­bare Energien zu erreichen, z. B. die Dämmung der Kellerdecke. Generell raten wir jedoch aus Kosten­gründen zu der Erstellung eines Sanierungs­fahr­plans. Nach der Norm aus 2008 reicht der Ein­satz von 10 % Biogas voll­ständig aus, um das alte Wärme­gesetz zu erfüllen.

  • Wie erfülle ich die Vorgaben?

    Im Wärmegesetz von 2008 haben Sie die Wahl zwischen Biogas oder Bioöl in einer neuen Gas- bzw. Ölheizung, Wärmepumpen, Solarenergie, Pellet- oder Holzheizungen. Alternativ können Sie Ihr Haus auch besonders effizient wärmedämmen, eine Heizungsanlage mit Kraft-Wärme-Kopplung oder einer Photovoltaik-Anlage instal­lieren. Ist das Gebäude an ein Fern-/Nahwärmenetz ange­schlossen, er­füllen Sie das Gesetz ggf. bereits.

    Nach den Vorgaben des Gesetzes aus 2015 können Sie die ver­schie­denen Erfüllungsoptionen auch miteinander kombinieren. Eine zusätz­liche kosten­günstige Möglich­keit ist der sogenannte Sanierungs­fahr­plan – eine einmalige individuelle energe­tische Beratung zu Ihrem Haus.

    Wir raten aus Kosten­gründen generell zum Einsatz von 10 % Biogas ‒ im Wärmegesetz 2015 in Kombination mit der Erstellung eines Sanierungs­fahr­planes.

    Siehe Gesetzestext EWärmeG 2008 bzw. Gesetzestext EWärmeG 2015

  • In welche Regelung falle ich?

    Der Zeit­punkt des Heizungs­tausches ist ent­scheidend: Vor dem 1. Juli 2015 fallen Sie in das alte Wärme­gesetz von 2008. Ab dem 1. Juli 2015 gilt für Sie die neue Version aus 2015.

    Siehe § 26 § 27 EWärmeG 2015

    Darüber hinaus gibt es eine Übergangs­regelung, die vielleicht auf Sie zutrifft: Bei einer Auftrags­erteilung beim Heizungs­bauer bis zum 31. Mai 2015 und einem Heizungs­einbau zwischen dem 1. Juli 2015 und dem 31. Oktober 2015 darf die alte Vor­schrift aus 2008 angewendet werden. Übergangsregelung

  • Nur ein Teil meiner Heizanlage wurde getauscht. Was nun?

    Sie müssen die Norm erfüllen, sobald ein zentraler Wärme­erzeuger – also üblicher­weise der Heiz­kessel – getauscht wurde. Wurde nur der Brenner Ihres Wärme­erzeugers getauscht, entsteht keine Pflicht zur Gesetzes­ein­haltung.

    Siehe § 3.5 EWärmeG 2008 bzw. § 3 Nr. 2 EWärmeG 2015

  • Ab wann muss ich die Vorschriften erfüllen?

    Sie müssen erst zu dem Zeit­punkt Erneuer­bare Energien in Ihrem Ge­bäude nutzen, wenn Sie die zentrale Heiz­anlage (den Kessel oder einen anderen zentralen Wärme­erzeuger) aus­tauschen bzw. wenn eine zentrale Heiz­anlage erstmalig eingebaut wird. Die Ab­nahme des Schorn­stein­fegers gilt als Zeit­punkt der Inbetrieb­nahme. Dieser teilt den unteren Bau­rechts­behörden innerhalb von 3 Monaten den Aus­tausch mit.

    Der Austausch einer Etagen­heizung ist im Gegen­satz zur Zentral­heizung nicht betroffen, es sei denn, alle Etagen­heizungen werden durch eine Zentral­heizung ersetzt.

    Siehe § 3.3 § 3.4 § 3.5 § 4.2 § 8.2 EWärmeG 2008 bzw. § 3 Nr. 1-3 § 4.1 § 22.2 EWärmeG 2015

  • Sind Nicht-Wohngebäude auch betroffen?

    Ja, ab dem 1. Juli 2015 sind auch Nicht-Wohn­gebäude betroffen. Das novellierte Wärme­gesetz aus 2015 bezieht Nicht-Wohn­gebäude im Gegen­satz zur alten Vor­schrift aus­drück­lich mit ein.

    Siehe § 2 EWärmeG 2008 bzw. § 2 §§ 13 ff. EWärmeG 2015

  • Was gilt als Bestandsgebäude bzw. Altbau?

    Alle Gebäude, die vor dem 1. Januar 2009 errichtet wurden.

    Siehe § 2 § 4.1 § 4.2 EWärmeG 2008 bzw. § 2 EWärmeG 2015

  • Wer ist verpflichtet, das Wärmegesetz zu erfüllen?

    Alle Eigen­tümer in Baden-Württem­berg, deren Gebäude vor dem 1. Januar 2009 errichtet wurden und über eine Wohn- bzw. Netto­grund­fläche von über 50 m² verfügen, müssen nach einem Heizungs­tausch die Vor­schriften erfüllen. Im Erneuerbare-Wärme-Gesetz 2008 betrifft es nur Wohn­gebäude; im neuen Gesetz von 2015 auch Nicht-Wohn­gebäude.

    Siehe § 2 § 4.1 § 4.2 EWärmeG 2008 bzw. § 2 EWärmeG 2015

  • Gibt es auch das EWärmeG 2015?

    Ja. Das Gesetz ist erneuert worden. Nach dem EWärmeG 2015 müssen 15 % des Wärme­bedarfs durch Erneuer­bare Energien gedeckt werden. Das gilt für alle Ge­bäude, deren Heizung ab dem 1. Juli 2015 ausge­tauscht worden ist. Außer­dem gilt das Gesetz nicht mehr nur für Wohn­gebäude, sondern auch für Nicht-Wohn­gebäude wie Hotels, Schulen, Kinder­gärten, Büro- und Verwaltungs­gebäude. Neu ist auch, dass die verschiedenen Erfüllungsoptionen mit­einander kombiniert werden können. Als neue (Teil-)Erfüllungs­option ist der Sanierungs­fahr­plan hinzu gekommen.

    Siehe Gesetzestext EWärmeG 2015

  • Was besagt das EWärmeG 2008?

    Das EWärmeG 2008 ist ein Landesgesetz in Baden-Württemberg, das für be­stehende Wohn­gebäude gilt. Es ver­pflichtet Eigen­tümer, die ihre Heizung zwischen dem 1. Januar 2010 und dem 30. Juni 2015 ausge­tauscht haben, 10 % ihres Wärme­bedarfs durch Erneuer­bare Energien zu decken. Das Wärme­gesetz gilt für alle beheizten Wohngebäude ab 50 m² Wohn­fläche, somit neben Eigen­heimen und Miets­häusern auch für Wohn­heime, Pflege­heime, Alten­heime und ähn­liche Wohn­ein­richtungen.

    Die betroffenen Eigentümer haben die Wahl zwischen Biogas oder Bioöl in einer neuen Gas- bzw. Ölheizung, Wärmepumpen, Solarenergie, Pellet- oder Holzheizungen. Alternativ kann das Haus auch besonders gut wärmegedämmt werden. Die Installation einer Heizungsanlage mit Kraft-Wärme-Kopplung oder einer Photovoltaik-Anlage sind als Ersatzmaßnahmen anerkannt. Ist das Gebäude an ein Fern-/Nahwärmenetz angeschlossen, erfüllen Sie das Gesetz ggf. bereits.

    Siehe Gesetzestext EWärmeG 2008

  • Gibt es eine Alternative?

    Eine geförderte Vor-Ort-Beratung der BAFA – die dem Sanierungsfahrplan inhaltlich stark ähnelt – kann für Wohngebäude ersatzweise angerechnet werden. Einen Experten finden Sie über unser Formular, über die regionalen Energieagenturen in Baden-Württemberg oder in dieser Liste des Bundes. Ein Energiesparcheck dagegen ist nicht ausreichend für die Erfüllung des Gesetzes.

    Siehe § 4.3 SFP-VO in Verbindung mit der Richtlinie zur Förderung der BAFA-Vor-Ort-Beratung

    Generell können Sie im baden-württembergischen Wärmegesetz natürlich auch eine andere (Teil-)Erfüllungsoption wählen.

  • Warum gibt es den Sanierungsfahrplan?

    Der Gesetz­geber möchte den Eigen­tümern eine günstige Gelegen­heit geben, sich 5 % Erneuer­bare Energien im Erneuer­bare-Wärme-Gesetz an­rechnen zu lassen. Im Gegen­zug wird den Betroffenden eine energetische Sanierung in einer Vor-Ort-Beratung durch einen Experten näher gebracht und doku­mentiert. Werden im An­schluss einige Maß­nahmen aus dem Sanierungs­fahr­plan durch die Eigen­tümer (frei­willig) umgesetzt, können klima­schädliche CO2-Emissionen vermieden werden. Der Sanierungs­fahr­plan setzt einen Anreiz zur Sanierung und trägt somit dazu bei, die aus­ge­gebenen Klima­schutz­ziele zu erreichen.

    In Baden-Württemberg (wie auch in ganz Deutsch­land) sorgt der Gebäude­bestand mit ver­alteten Heiz­anlagen und un­dichten Gebäude­hüllen für einen Groß­teil der CO2-Emissionen. Eine ener­getische Sanierung und der Einsatz von Erneuer­baren Energien führen zu einer effizienten Nutzung der Energie und fördern die Un­abhängig­keit von fossilen Energie­trägern. Eine energe­tische Beratung wie der Sanierungs­fahr­plan ist ein erster guter Schritt in die richtige Richtung: Ein Sanierungs­fahr­plan gibt Ihnen einen individuellen Über­blick über die energe­tischen Opti­mierungs­möglich­keiten Ihres Gebäudes.

  • Gibt es eine Förderung für Nicht-Wohngebäude?

    Nein. Eine Förderung ist leider nicht vorgesehen. Eine Förderung ist auf Wohngebäude beschränkt. Aufgrund der Vielzahl von unterschiedlichen Nicht-Wohngebäuden-Typen gibt es auch keinen Musterbericht.

    Führt ein Nicht-Wohngebäude aber beispielsweise bereits ein Energiemanagementsystem oder ein Energieaudit, so können relevante Daten für den Sanierungsfahrplan genutzt werden. Damit können der Aufwand und die Kosten für den Sanierungsfahrplan reduziert werden.

    Siehe § 2.1 FöRL SFP

  • Gibt es eine Förderung für Wohngebäude?

    Ja. Die Förderung ist in der Förderrichtlinie zum Sanierungsfahrplan festgelegt und wird vom Aussteller (z. B. ein Energieberater) bei der L-Bank beantragt. Der Aussteller stellt seine Rechnung somit abzüglich des Landeszuschusses. Grundvoraussetzung für einen Zuschuss ist, dass der Sanierungsfahrplan vor dem Heizungstausch in Auftrag gegeben wurde.

    Die Höhe dieses Zuschusses ist von der Anzahl der Wohneinheiten in den jeweiligen Gebäuden abhängig. Er beträgt für Ein- bis Zweifamilienhäuser 200 €, für Mehrfamilienhäuser erhöht sich der Zuschuss ab der dritten Wohneinheit um 50 € für jede weitere Wohneinheit. Der Zuschuss beträgt höchstens 50 % der Beratungskosten für den einzelnen Sanierungsfahrplan (inkl. Mehrwertsteuer). Der maximale Zuschuss pro Gebäude beträgt 500 €.

    Eine Sanierungsfahrplan-Beratung in Anspruch nehmen können Gebäudeeigentümer (natürliche Person), Erbbauberechtigte oder Wohnungseigentümergemeinschaften. Dies gilt auch für von Gebäudeeigentümern beauftragte Dritte, sofern alle Gebäudeeigentümer mit der Erstellung des Sanierungsfahrplans einverstanden sind. Auch Gebäudebesitzer (d. h. Mieter oder Pächter) in Abstimmung mit dem jeweiligen Gebäudeeigentümer kommen in Betracht.

    Wurde in den letzten 5 Jahren bereits eine Förderung in Anspruch genommen, ist eine weitere Förderung nicht möglich.

    Weitere Informationen erhalten Sie bei der L-Bank: sanierungsfahrplan@l-bank.de, Tel.: 0721 150 1600, Fax: 0721 150 3896.

  • Muss ich den Sanierungsfahrplan nach einer gewissen Zeit wiederholen?

    Nein, der Sanierungsfahrplan muss zur Gesetzeserfüllung nur einmal durchgeführt werden und sichert Ihnen damit die Teilerfüllung von 5 %. Auch, wenn Sie keine der im Sanierungsfahrplan ermittelten Maßnahmen zur Energieeinsparung durchführen, ist eine Wiederholung der energetischen Beratung nicht notwendig.

  • Wie weise ich die Erstellung nach?

    Sie reichen eine Kopie des Sanierungs­fahr­plans inkl. einer Selbst­erklärung des Beraters bei Ihrer unteren Bau­rechts­behörde ein. Damit sind bei Wohn­gebäuden 5 % der Pflicht erfüllt. Die anderen 10 % können Sie durch den Ein­satz von unserem EWärmeG-Biogas in einer neuen Gas­heizung erreichen.

    Bei einer BAFA-Vor-Ort-Beratung ist die Kopie des Deckblatts, des Inhalts­ver­zeichnisses und der Unter­schrifts­seite des Beratungs­berichts ein­z­ureichen.

  • Wer kann einen Sanierungsfahrplan erstellen?

    Neben Energieberatern dürfen vor allem bei Wohngebäuden auch entsprechend qualifizierte Handwerker und Schornsteinfeger nach § 6 SFP-VO Sanierungsfahrpläne ausstellen. Der Aussteller bestätigt mit einer Selbsterklärung, dass er die Anforderungen erfüllt.

    Bei Nicht-Wohngebäuden muss der Berater nachweisen, dass er in den letzten 2 Jahren eine dem Sanierungsfahrplan vergleichbare Beratung durchgeführt hat oder an einer entsprechenden Fortbildung teilgenommen hat.

    Berater, die auf der Expertenliste der dena gelistet sind, sind ebenfalls ausstellungsberechtigt.

  • Wann muss der Sanierungsfahrplan erstellt werden?

    Der Sanierungsfahrplan darf nicht älter als 5 Jahre sein um im Erneuerbare-Wärme-Gesetz anerkannt zu werden. Eine Förderung der L-Bank wird außerdem nur gewährt, wenn der Sanierungsfahrplan vor dem Heizungstausch in Auftrag gegeben wurde.

    Siehe § 9.3 EWärmeG 2015 und § 4.6 FöRL SFP in Verbindung mit § 4.1 EWärmeG 2015

  • Was kostet die Erstellung eines Sanierungsfahrplans?

    Die Kosten für einen Sanierungsfahrplan betragen für Wohngebäude (Ein- und Zweifamilienhäuser) je nach Größe und Aufwand in der Regel ~ 700 € bis 1.000 € ggf. abzüglich eines Landeszuschusses (bis zu 500 €) der L-Bank. Dieser wird aber nur gewährt, wenn der Sanierungsfahrplan vor dem Heizungstausch in Auftrag gegeben wurde. Insgesamt betragen die Kosten dann effektiv ~ 500 €. Ein Sanierungsfahrplan für Mehrfamilienhäuser kostet anteilig mehr.

    Aufgrund des spezifischen Sanierungsfahrplanes für Nicht-Wohngebäude erhöht sich der Aufwand und somit die Kosten hier überproportional.

  • Für welche Gebäude ist der Sanierungsfahrplan vorgesehen?

    Für Wohngebäude und Nicht-Wohngebäude in Baden-Württemberg.

    Siehe § 6.2 § 9 § 13.2 § 16 EWärmeG 2015

  • Müssen die Empfehlungen umgesetzt werden?

    Nein. Im Sanierungsfahrplan sind nur Empfehlungen aufgeführt, eine Umsetzung ist freiwillig. Der Sanierungsfahrplan soll den Eigentümern lediglich Möglichkeiten der Sanierung aufzeigen.

    Siehe § 9.2 EWärmeG 2015

  • Was ist der Sanierungsfahrplan BW?

    Eigentümer von Wohn- und Nicht-Wohngebäuden in Baden-Württemberg werden durch den Sanierungsfahrplan BW im Rahmen einer Vor-Ort-Begehung energetisch beraten. Der selbst ausgewählte Energieberater analysiert den Ist-Zustand des Gebäudes und zeigt in einer Dokumentation mindestens zwei Varianten der Sanierung auf.

    Im Rahmen des Erneuerbare-Wärme-Gesetzes 2015 gilt die Erstellung des Sanierungsfahrplanes bei Wohngebäuden als Teilerfüllungsoption in Höhe von 5 %.

    Nicht-Wohngebäude können mit dem Sanierungsfahrplan BW sogar die geforderten 15 % komplett erfüllen. In diesem Fall ist jedoch zu beachten, dass auch die Bereiche Lüftung, Kühlung, Klimatisierung und Beleuchtung energetisch bewertet werden müssen.

    Die Eckpunkte eines Sanierungsfahrplanes werden nach § 9.4 EWärmeG 2015 in der Verordnung zum Sanierungsfahrplan vorgegeben.

    Siehe § 9 § 16 EWärmeG 2015

  • Wie geht es nach meiner Bestellung weiter?

    Mit der Bestellung erteilen Sie uns den Auftrag, Sie zu be­­liefern. Wir werden anschließend – falls die Kündigung noch nicht von Ihnen vor­­ge­­nommen wurde – Ihren der­­zeitigen Ver­­trag kündigen. Darüber hinaus werden wir unsere Be­­lie­­ferung bei Ihrem zu­­ständigen Netz­­betreiber anmelden. Sofern keine Un­­stimmig­­keiten auftreten, wird der Wechsel­­prozess etwa 3 Wochen, in Aus­­nahme­­fällen bis zu 6 Wochen, in An­­spruch nehmen. Wir bitten hier um etwas Geduld. Für Sie ist aber nichts weiter zu tun.

    Im Anschluss daran erhalten Sie von uns eine Auftrags­­bestätigung mit Angabe des Liefer­­termins. Dadurch ist der Ver­­trag zustande gekommen und Sie werden für mindestens 12 Monate von uns beliefert. Der Nach­­weis wird Ihnen im An­­schluss auto­­matisch zuge­­sendet.

  • Beeinflusst Biogas den Primärenergiebedarf?

    Nein. Im Rahmen der Energieeinsparverordnung (EnEV) und des Erneuerbare-Energien-Wärme-Gesetzes (EEWärmeG) kann durch den Einsatz von Biogas der Primärenergiebedarf nicht gesenkt werden. Im baden-württembergischen Erneuerbare-Wärme-Gesetz ist der Primärenergiebedarf nicht relevant.

  • Wann und wie bekomme ich den Biogas-Nachweis?

    Ca. 2 Wochen nach der Anmeldebestätigung des Netzbetreibers senden wir Ihnen automatisch den Nachweis zu – per Mail und per Post.

  • Wann muss ich den Nachweis einreichen?

    Im novellierten Wärmegesetz 2015 aus BW stimmen der Zeitpunkt der Nutzungspflicht mit dem Zeitpunkt des Nachweises überein: 18 Monate nach dem Heizungstausch. Als Inbetriebnahme gilt die Abnahme durch den Schornsteinfeger. Für Verstöße kann ein Bußgeld verhängt werden.

    Im alten Wärmegesetz von 2008 müssen Sie den Nachweis 3 Monate nach der ersten Gasabrechnung vorlegen. Der Zeitpunkt des Einreichens des Nachweises ist hier nicht gleichbedeutend mit dem Zeitpunkt der Nutzungspflicht! Die Verpflichtung zur Erfüllung des Gesetzes besteht direkt nach dem Heizungstausch; bei einem Austausch einer defekten Heizung jedoch erst nach 24 Monaten!

    Siehe § 4.2 § 6.2 § 9 EWärmeG 2008 bzw. § 4.2 § 23 EWärmeG 2015

    Bitte beachten Sie Ihre aktuellen Gasvertrags-Laufzeiten, die oft bis zu 24 Monate betragen. Lieber rechtzeitig wechseln.

  • Wie und wo weise ich nach, dass ich Biogas einsetze?

    Sie bekommen von uns den dafür vorgesehenen Biogas-Nachweis automatisch zu gesendet. Diesen reichen Sie einfach bei Ihrer unteren Baurechtsbehörde ein.

    Siehe § 6.2 § 8 EWärmeG 2008 bzw. § 20.3 § 22 EWärmeG 2015

  • Wer muss den Nachweis erbringen?

    Der Eigentümer muss alle Dokumente zusammenstellen und bei der unteren Baurechtsbehörde einreichen.

    Siehe § 6 EWärmeG 2008 bzw. § 20.1 EWärmeG 2015

  • Kann ich auch 15 % Biogas einsetzen?

    Nein. Nach der Novellierung des Wärmegesetzes im Jahr 2015 ist der Einsatz auf 10 % begrenzt. Die fehlenden 5 % können Sie über eine andere Erfüllungsoption – wie bspw. den Sanierungsfahrplan – kostengünstig erreichen.

    Im alten Erneuerbare-Wärme-Gesetz 2008 genügen aber 10 % aus, um das Gesetz vollständig zu erfüllen.

    Siehe § 4.3 Nr. 3 EWärmeG 2008 bzw. § 5.3 EWärmeG 2015

  • Wie lange muss ich Biogas einsetzen?

    Solange wie Sie sich für diese Erfüllungsoption entscheiden. Sie können jederzeit auch eine andere Maßnahme umsetzen.

  • Kann ich Biogas auch in größeren Gebäuden einsetzen?

    Ja, natürlich. Im EWärmeG 2015 kann Biogas bis zu einer Größe von einem durchschnittlichen 5-6 Familienhaus in einer neuen Gasheizung als Erfüllungsoption eingesetzt werden. Die Grenze liegt bei 50 kW thermischer Leistung der Heizung, das entspricht einem Jahresverbrauch von ca. 120.000 kWh. Genaue Informationen zur Heizungsgröße erfahren Sie von Ihrem Heizungsbauer bzw. Installateur oder auf dem Typenschild Ihrer Heizung.

    Im EWärmeG 2008 gibt es keine Beschränkung. Bei uns können Sie bis zu einem Jahresverbrauch von 1.500.000 kWh bestellen.

    Siehe § 5.3 EWärmeG 2015

  • Wie kommt das Biogas zu mir und muss ich etwas umstellen?

    Sie beziehen vor Ort „normales“ Erdgas aus dem Netz. Wir speisen unser Biogas vorschriftsgemäß an anderer Stelle in das Erdgasnetz ein. Da Sie – wie jeder andere Gasverbraucher – physisch Erdgas beziehen, müssen Sie technisch nichts umrüsten oder umstellen.

  • Wer kann bei Ihnen bestellen?

    Jeder Interessent mit Gasanschluss in Baden-Württemberg kann unser Biogas beziehen.

  • Ist der gesamte Gasbedarf (90 % Erd- | 10 % Biogas) gedeckt?

    Ja. Unser Produkt besteht aus 90 % Erdgas und 10 % Biogas, d. h. wir liefern Ihren gesamten Gasbedarf. Es ist kein weiterer Gasliefervertrag abzuschließen.

    Darüber hinaus ist auch keine technische Umstellung oder Ähnliches notwendig. Sie beziehen weiterhin das Gas aus der herkömmlichen Gasleitung.

  • Warum sollte ich mich für 10 % Biogas entscheiden?

    Der Einsatz von Biogas stellt eine der kostengünstigsten, wenn nicht sogar die günstigste Möglichkeit zur Erfüllung der baden-württembergischen Vorschriften dar. In Kombination mit einem einmalig erstellten Sanierungsfahrplan kann auch das novellierte Erneuerbare-Wärme-Gesetz 2015 günstig erfüllt werden.

  • Erfüllt Ihr Biogas die Anforderungen in Baden-Württemberg?

    Ja. Unser Produkt ist sogar speziell nur für das Wärmegesetz in BW konzipiert worden.