Biogas-Nachweis im Erneuerbare-Wärme-Gesetz Einzureichen bei Ihrer unteren Baurechtsbehörde

Den Biogas-Nachweis muss der Gebäu­de-Eigen­tümer als Ver­ant­wort­licher der unteren Bau­rechts­behör­de – zustän­dig ist meist das ört­liche Bau­amt – recht­zei­tig vor­legen. Wir raten Ihnen, die not­wen­di­gen Un­ter­la­gen pro­ak­tiv und zeit­nah ein­zu­reichen, um die Er­fül­lung des Wär­me­ge­setz­es nach­zu­wei­sen und mög­liche Buß­gel­der zu ver­mei­den. Die Be­hör­de wird in jedem Fall auf Sie zu­kom­men und den Ein­satz von Er­neu­er­baren Energien kon­trol­lie­ren.

Ihr Schornsteinfeger informiert die zu­stän­di­ge Be­hör­de nach der Ab­nah­me der neu­en Gas­heizung über den Austausch. Sie haben im EWärmeG 2015 danach 18 Monate Zeit, den Nachweis des Bio­ga­ses vor­zu­le­gen. Im Gegensatz dazu müs­sen Sie im EWärmeG 2008 den Nach­weis 3 Monate nach der ers­ten Gas­ab­rech­nung vor­le­gen. Die Er­fül­lungs­pflicht be­ginnt di­rekt nach dem Hei­zungs­tausch – bei de­fek­ten Hei­zungen je­doch erst nach 24 Monaten. Baurechtsbehörde finden…

Ehepaar hält Dokumente

Wir senden Ihnen innerhalb von 6 Wochen automatisch den richtigen Nach­weis der Bio­gas­nutzung zu. Dieser Service lässt Sie schnell und unkompliziert das Gesetz er­fül­len.

Hinweis: Viele Versorger, die ihren Kunden Ökogas/Klimagas (Erdgas mit CO²-Kompensation) oder „falsches“ Biogas liefern, können den Nachweis für das Biogas nicht erbringen. In die­sem Fall soll­ten Sie den Ver­sor­ger so­fort wechseln um mög­liche Straf­zah­lung zu ver­mei­den.

Welche Dokumente sind für Biogas und den Sanierungsfahrplan einzureichen

Der Eigentümer ist in einer Bringschuld gegenüber der Behörde und muss alle Formulare selbst zusammenstellen und einreichen. Um Ihnen diesen Vorgang zu erleichtern, haben wir die Dokumente für den Einsatz von 10 % Biogas als auch für den Sanierungsfahrplan zusammengestellt:

Biogas-Nachweis (10 %)

Selbsterklärung zum Gebäude | Biogas

vom Eigentümer auszufüllen (1 Seite):


Selbsterklärung Eigentümer: Biogas im EWärmeG 2008
Bestätigung Gaslieferant

wird von uns bereitgestellt (1 Seite):


Biogas-Nachweis Gaslieferant im EWärmeG 2008

Biogas-Nachweis (10 %)

Deckblatt | Selbsterklärung zum Biogas

vom Eigentümer auszufüllen (2 Seiten):


Deckblatt & Selbsterklärung Eigentümer: Biogas im EWärmeG 2015
Bestätigung Sachkundiger

vom Installateur anzufordern (2 Seiten):


Biogas-Nachweis Heizungsbauer im EWärmeG 2015
Bestätigung Gaslieferant

wird von uns bereitgestellt (1 Seite):


Biogas-Nachweis Gaslieferant im EWärmeG 2015

Sanierungsfahrplan (5 %)

Selbsterklärung zum Sanierungsfahrplan

vom Eigentümer auszufüllen (1 Seite):


Selbsterklärung Eigentümer: Sanierungsfahrplan im EWärmeG 2015
Sanierungsfahrplan inkl. Selbsterklärung

wird vom Energieberater bereitgestellt:


Energieberater: Sanierungsfahrplan & Selbsterklärung im EWärmeG 2015
Häufige Fragen
  • Erfüllt Ihr Biogas die Anforderungen in Baden-Württemberg?

    Ja. Unser Produkt ist sogar speziell nur für das Wärmegesetz in BW konzipiert worden.

  • Was ist der Sanierungsfahrplan BW?

    Eigentümer von Wohn- und Nicht-Wohngebäuden in Baden-Württemberg werden durch den Sanierungsfahrplan BW im Rahmen einer Vor-Ort-Begehung energetisch beraten. Der selbst ausgewählte Energieberater analysiert den Ist-Zustand des Gebäudes und zeigt in einer Dokumentation mindestens zwei Varianten der Sanierung auf.

    Im Rahmen des Erneuerbare-Wärme-Gesetzes 2015 gilt die Erstellung des Sanierungsfahrplanes bei Wohngebäuden als Teilerfüllungsoption in Höhe von 5 %.

    Nicht-Wohngebäude können mit dem Sanierungsfahrplan BW sogar die geforderten 15 % komplett erfüllen. In diesem Fall ist jedoch zu beachten, dass auch die Bereiche Lüftung, Kühlung, Klimatisierung und Beleuchtung energetisch bewertet werden müssen.

  • Was besagt das EWärmeG 2008?

    Das EWärmeG 2008 ist ein Landesgesetz in Baden-Württemberg, das für bestehende Wohngebäude gilt. Es verpflichtet Eigentümer, die ihre Heizung zwischen dem 1. Januar 2010 und dem 30. Juni 2015 ausgetauscht haben, 10 % ihres Wärmebedarfs durch Erneuerbare Energien zu decken. Das Wärmegesetz gilt für alle beheizten Wohngebäude ab 50 m² Wohnfläche, somit neben Eigenheimen und Mietshäusern auch für Wohnheime, Pflegeheime, Altenheime und ähnliche Wohneinrichtungen.

    Die betroffenen Eigentümer haben die Wahl zwischen Biogas oder Bioöl in einer neuen Gas- bzw. Ölheizung, Wärmepumpen, Solarenergie, Pellet- oder Holzheizungen. Alternativ kann das Haus auch besonders gut wärmegedämmt werden. Die Installation einer Heizungsanlage mit Kraft-Wärme-Kopplung oder einer Photovoltaik-Anlage sind als Ersatzmaßnahmen anerkannt. Ist das Gebäude an ein Fern-/Nahwärmenetz angeschlossen, erfüllen Sie das Gesetz ggf. bereits.

  • Gibt es auch das EWärmeG 2015?

    Ja. Das Gesetz ist erneuert worden. Nach dem EWärmeG 2015 müssen 15 % des Wärmebedarfs durch Erneuerbare Energien gedeckt werden. Das gilt für alle Gebäude, deren Heizung ab dem 1. Juli 2015 ausgetauscht worden ist. Außerdem gilt das Gesetz nicht mehr nur für Wohngebäude, sondern auch für Nicht-Wohngebäude wie Hotels, Schulen, Kindergärten, Büro- und Verwaltungsgebäude. Neu ist auch, dass die verschiedenen Erfüllungsoptionen miteinander kombiniert werden können. Als neue (Teil-)Erfüllungsoption ist der Sanierungsfahrplan hinzu gekommen.

  • Wer ist verpflichtet, das Wärmegesetz zu erfüllen?

    Alle Eigentümer in Baden-Württemberg, deren Gebäude vor dem 1. Januar 2009 errichtet wurden und über eine Wohn- bzw. Nettogrundfläche von über 50 m² verfügen, müssen nach einem Heizungstausch die Vorschriften erfüllen. Im Erneuerbare-Wärme-Gesetz 2008 betrifft es nur Wohngebäude; im neuen Gesetz von 2015 auch Nicht-Wohngebäude.

  • In welche Regelung falle ich?

    Der Zeit­punkt des Hei­zungs­tausches ist ent­schei­dend: Vor dem 1. Juli 2015 fal­len Sie in das alte Wärme­ge­setz von 2008. Ab dem 1. Juli 2015 gilt für Sie die neue Ver­sion aus 2015.

    Da­rüber hin­aus gibt es eine Über­gangs­regel­ung, die viel­leicht auf Sie zu­trifft: Bei einer Auftrags­er­teil­ung beim Heiz­ungs­bauer bis zum 31. Mai 2015 und einem Heiz­ungs­einbau zwischen dem 1. Juli 2015 und dem 31. Oktober 2015 darf die alte Vor­schrift aus 2008 ange­wendet wer­den. Übergangsregelung

  • Sind auch andere Kombinationen möglich?

    Ja, im Erneuer­bare-Wärme-Gesetz 2015 können auch andere Maß­nahmen mit Bio­gas kombiniert werden, um die 15 % Erneuer­bare Energien zu erreichen, z. B. die Dämmung der Kellerdecke. Generell raten wir jedoch aus Kosten­gründen zu der Erstellung eines Sanierungs­fahr­plans. Nach der Norm aus 2008 reicht der Ein­satz von 10 % Biogas voll­ständig aus, um das alte Wärme­gesetz zu erfüllen.

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