Häufige Fragen

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  • Was besagt das EWärmeG 2008?

    Das EWärmeG 2008 ist ein Landesgesetz in Baden-Württemberg, das für be­stehende Wohn­gebäude gilt. Es ver­pflichtet Eigen­tümer, die ihre Heizung zwischen dem 1. Januar 2010 und dem 30. Juni 2015 ausge­tauscht haben, 10 % ihres Wärme­bedarfs durch Erneuer­bare Energien zu decken. Das Wärme­gesetz gilt für alle beheizten Wohngebäude ab 50 m² Wohn­fläche, somit neben Eigen­heimen und Miets­häusern auch für Wohn­heime, Pflege­heime, Alten­heime und ähn­liche Wohn­ein­richtungen.

    Die betroffenen Eigentümer haben die Wahl zwischen Biogas oder Bioöl in einer neuen Gas- bzw. Ölheizung, Wärmepumpen, Solarenergie, Pellet- oder Holzheizungen. Alternativ kann das Haus auch besonders gut wärmegedämmt werden. Die Installation einer Heizungsanlage mit Kraft-Wärme-Kopplung oder einer Photovoltaik-Anlage sind als Ersatzmaßnahmen anerkannt. Ist das Gebäude an ein Fern-/Nahwärmenetz angeschlossen, erfüllen Sie das Gesetz ggf. bereits.

    Siehe Gesetzestext EWärmeG 2008

  • Gibt es auch das EWärmeG 2015?

    Ja. Das Gesetz ist erneuert worden. Nach dem EWärmeG 2015 müssen 15 % des Wärme­bedarfs durch Erneuer­bare Energien gedeckt werden. Das gilt für alle Ge­bäude, deren Heizung ab dem 1. Juli 2015 ausge­tauscht worden ist. Außer­dem gilt das Gesetz nicht mehr nur für Wohn­gebäude, sondern auch für Nicht-Wohn­gebäude wie Hotels, Schulen, Kinder­gärten, Büro- und Verwaltungs­gebäude. Neu ist auch, dass die verschiedenen Erfüllungsoptionen mit­einander kombiniert werden können. Als neue (Teil-)Erfüllungs­option ist der Sanierungs­fahr­plan hinzu gekommen.

    Siehe Gesetzestext EWärmeG 2015

  • Wer ist verpflichtet, das Wärmegesetz zu erfüllen?

    Alle Eigen­tümer in Baden-Württem­berg, deren Gebäude vor dem 1. Januar 2009 errichtet wurden und über eine Wohn- bzw. Netto­grund­fläche von über 50 m² verfügen, müssen nach einem Heizungs­tausch die Vor­schriften erfüllen. Im Erneuerbare-Wärme-Gesetz 2008 betrifft es nur Wohn­gebäude; im neuen Gesetz von 2015 auch Nicht-Wohn­gebäude.

    Siehe § 2 § 4.1 § 4.2 EWärmeG 2008 bzw. § 2 EWärmeG 2015

  • Was gilt als Bestandsgebäude bzw. Altbau?

    Alle Gebäude, die vor dem 1. Januar 2009 errichtet wurden.

    Siehe § 2 § 4.1 § 4.2 EWärmeG 2008 bzw. § 2 EWärmeG 2015

  • Sind Nicht-Wohngebäude auch betroffen?

    Ja, ab dem 1. Juli 2015 sind auch Nicht-Wohn­gebäude betroffen. Das novellierte Wärme­gesetz aus 2015 bezieht Nicht-Wohn­gebäude im Gegen­satz zur alten Vor­schrift aus­drück­lich mit ein.

    Siehe § 2 EWärmeG 2008 bzw. § 2 §§ 13 ff. EWärmeG 2015

  • Ab wann muss ich die Vorschriften erfüllen?

    Sie müssen erst zu dem Zeit­punkt Erneuer­bare Energien in Ihrem Ge­bäude nutzen, wenn Sie die zentrale Heiz­anlage (den Kessel oder einen anderen zentralen Wärme­erzeuger) aus­tauschen bzw. wenn eine zentrale Heiz­anlage erstmalig eingebaut wird. Die Ab­nahme des Schorn­stein­fegers gilt als Zeit­punkt der Inbetrieb­nahme. Dieser teilt den unteren Bau­rechts­behörden innerhalb von 3 Monaten den Aus­tausch mit.

    Der Austausch einer Etagen­heizung ist im Gegen­satz zur Zentral­heizung nicht betroffen, es sei denn, alle Etagen­heizungen werden durch eine Zentral­heizung ersetzt.

    Siehe § 3.3 § 3.4 § 3.5 § 4.2 § 8.2 EWärmeG 2008 bzw. § 3 Nr. 1-3 § 4.1 § 22.2 EWärmeG 2015

  • Nur ein Teil meiner Heizanlage wurde getauscht. Was nun?

    Sie müssen die Norm erfüllen, sobald ein zentraler Wärme­erzeuger – also üblicher­weise der Heiz­kessel – getauscht wurde. Wurde nur der Brenner Ihres Wärme­erzeugers getauscht, entsteht keine Pflicht zur Gesetzes­ein­haltung.

    Siehe § 3.5 EWärmeG 2008 bzw. § 3 Nr. 2 EWärmeG 2015

  • In welche Regelung falle ich?

    Der Zeit­punkt des Heizungs­tausches ist ent­scheidend: Vor dem 1. Juli 2015 fallen Sie in das alte Wärme­gesetz von 2008. Ab dem 1. Juli 2015 gilt für Sie die neue Version aus 2015.

    Siehe § 26 § 27 EWärmeG 2015

    Darüber hinaus gibt es eine Übergangs­regelung, die vielleicht auf Sie zutrifft: Bei einer Auftrags­erteilung beim Heizungs­bauer bis zum 31. Mai 2015 und einem Heizungs­einbau zwischen dem 1. Juli 2015 und dem 31. Oktober 2015 darf die alte Vor­schrift aus 2008 angewendet werden. Übergangsregelung

  • Wie erfülle ich die Vorgaben?

    Im Wärmegesetz von 2008 haben Sie die Wahl zwischen Biogas oder Bioöl in einer neuen Gas- bzw. Ölheizung, Wärmepumpen, Solarenergie, Pellet- oder Holzheizungen. Alternativ können Sie Ihr Haus auch besonders effizient wärmedämmen, eine Heizungsanlage mit Kraft-Wärme-Kopplung oder einer Photovoltaik-Anlage instal­lieren. Ist das Gebäude an ein Fern-/Nahwärmenetz ange­schlossen, er­füllen Sie das Gesetz ggf. bereits.

    Nach den Vorgaben des Gesetzes aus 2015 können Sie die ver­schie­denen Erfüllungsoptionen auch miteinander kombinieren. Eine zusätz­liche kosten­günstige Möglich­keit ist der sogenannte Sanierungs­fahr­plan – eine einmalige individuelle energe­tische Beratung zu Ihrem Haus.

    Wir raten aus Kosten­gründen generell zum Einsatz von 10 % Biogas ‒ im Wärmegesetz 2015 in Kombination mit der Erstellung eines Sanierungs­fahr­planes.

    Siehe Gesetzestext EWärmeG 2008 bzw. Gesetzestext EWärmeG 2015

  • Sind auch andere Kombinationen möglich?

    Ja, im Erneuer­bare-Wärme-Gesetz 2015 können auch andere Maß­nahmen mit Bio­gas kombiniert werden, um die 15 % Erneuer­bare Energien zu erreichen, z. B. die Dämmung der Kellerdecke. Generell raten wir jedoch aus Kosten­gründen zu der Erstellung eines Sanierungs­fahr­plans. Nach der Norm aus 2008 reicht der Ein­satz von 10 % Biogas voll­ständig aus, um das alte Wärme­gesetz zu erfüllen.

  • Wie und wo weise ich die Erfüllung nach?

    Sie als Gebäude-Eigen­tümer stehen in der Verant­wortung nachzuweisen, dass Sie geeignete Maßnahmen bzw. Maß­nahme­nkombinationen zur Erfüllung des Gesetzes ergriffen haben. Dafür müssen Sie der für Sie zu­ständigen unteren Bau­rechts­behörde – meist das örtliche Bau­amt – den entsprechenden Nach­weis vorlegen.

    Siehe § 6 EWärmeG 2008 bzw. § 20.1 EWärmeG 2015

  • Gibt es Ausnahmen und Befreiungen?

    Ja, in wenigen Fällen. Wenn alle zur Erfüllung an­erkannten Erfüllungs­optionen im Wärme­gesetz 2015 technisch oder baulich un­möglich sind oder sie denk­mal­schutz­rechtlichen oder anderen öffentlich-rechtlichen Vor­schriften wider­sprechen, kann die Pflicht ent­fallen. Darüber hinaus können Sie eine Befreiung beantragen, falls besondere Umstände vorliegen, die zu einer unzumut­baren Belastung führen würden. Ausnahmen …

    Bei den alten Vor­schriften aus 2008 reicht die tech­nische oder bau­liche Un­möglichkeit einer Solar­thermie­anlage (als sogenannte Ankertechnologie) aus, um von der Erfüllungs­pflicht befreit zu werden. Darüber hinaus kann auch ein Antrag auf Befreiung wegen besonderer Um­stände, un­verhältnis­mäßigen Auf­wand oder unbilliger Härte gestellt werden.

    Siehe § 4.8 Nr. 3-4 EWärmeG 2008 bzw. § 19 EWärmeG 2015

  • Wann gilt eine Immobilie als Nicht-Wohngebäude?

    Die Ein­teilung in Wohn­gebäude und Nicht­wohn­ge­bäude richtet sich nach der flächen­mä­ßig über­wiegenden Nutz­ung. Ein­richt­ungen, die zum dauer­haften Woh­nen be­stimmt sind, wie auch Wohn-, Alten- und Pflege­heime, gel­ten als Wohn­gebäude. Bei Häusern, welche ge­mischt ge­nutzt werden, gilt: Über­schreitet der gewerb­liche Nut­zen der Flä­che 50 %, so zählt der Bau als Nicht­wohn­ge­bäude. Bei­spiele hier­für sind Schulen, Kinder­gärten, Büro­ge­bäude und Rest­au­rants.

  • Was ist bei einem Gewährleistungsfall der Heizung?

    Wenn Ihr Heiz­kessel nach dem 1. Januar 2010, aber vor dem 1. Juli 2015 neu in­stal­liert wurde und dann nach max. 5 Jahren als Ge­währ­leistungs­fall wie­der aus­ge­tauscht wer­den soll, liegt ein Härte­fall ge­mäß EWärmeG 2015 vor. Zu er­füllen sind dann die bis dato be­reits zu er­füll­enden An­forder­ungen des Er­neuer­bare-Wär­me-Ge­setzes 2008; zu­min­des­tens falls kein An­trag auf Be­freiung ein­ge­reicht und ge­nehmigt wur­de.

  • Kann ich mir bereits umgesetzte Maßnahmen anrechnen lassen?

    Ja. Der Zeitpunkt, zu dem die Maß­nahme umgesetzt wurde ist i. d. R. nicht ent­scheidend. Wichtig ist, dass die An­forderungen des Gesetzes erfüllt werden. Auch eine anteilige Erfüllung durch die bereits vor­handene Maß­nahme ist denkbar.

  • Für wie lange gilt die Nutzungspflicht?

    Bei der Erfüllung handelt es sich um eine Dauerpflicht. Auch bei einem Eigen­tüme­rwechsel greift das Gesetz weiter­hin. Die untere Bau­rechts­behörde behält sich vor, die Gesetzes­erfüllung auch deutlich nach der Er­neuerung der Heiz­anlage zu über­prüfen.

  • Kann ich die Erfüllungsoption im Nachhinein noch ändern?

    Ja, eine Än­derung ist jeder­zeit mög­lich. Wich­tig ist nur, dass die neue Er­fül­lungs­var­iante den Ge­setzes­an­for­der­ungen ent­spricht und der un­teren Bau­rechts­behörde ein Nach­weis vor­gelegt wird.

  • Was passiert, wenn ich gegen die Nutzungspflicht verstoße?

    Ver­stöße gegen die Er­füllungs-, Nach­weis- oder Hinweis­pfl­icht können mit Geld­bußen bis zu 50.000 bzw. 100.000 € be­straft wer­den. Die un­tere Bau­rechts­be­hörde kann da­rüber hin­aus die Vor­lage von Nach­weisen oder die Er­for­der­nis zur Nutz­ung Er­neuer­bare Ener­gien ver­waltungs­recht­lich an­ordnen.

  • Warum gibt es in BW diese Vorgaben?

    Knapp ¼ der Treib­­haus­­gas­­emissionen in Baden-Württemberg sind auf die Warm­­wasser­­bereitung und das Heizen zurück­zu­führen – ein Groß­teil davon fällt auf den Gebäude­­bestand. Die Landes­regierung hat in ihrer Koalitions­verein­barung fest­gelegt, die Energie- und Klimapolitik neu auszurichten. Zentrales Element ist das Klimaschutzgesetz, das am 17. Juli 2013 beschlossen wurde. Das Gesetz legt ver­bindliche Ziele zur Treib­haus­gas­minderung fest. So soll der CO2-Ausstoß des Landes bis 2020 um mindestens 25 % und bis 2050 um 90 % sinken.

    Das Wärme­gesetz soll dazu bei­tragen, diese Ziele zu erreichen, indem es den Anteil Erneuer­barer Energien an der Wärme­ver­sorgung bei Ge­bäu­den im Be­stand deut­lich er­höht und da­durch den CO2-Ausstoß senkt.

  • Gibt es in Deutschland weitere Wärmegesetze?

    Ja. Deutsch­land möchte seine Ziele zur CO2-Re­duk­tion er­reichen. Im Be­reich der Wärme­­versorgung von Bau­wer­ken unter­schied­lich­ster Art ist das CO2-Ein­­spar­­potential enorm. Deshalb soll zum einen der End­­energie­­ver­brauch ge­senkt und zum anderen der Ein­satz von Erneuer­­baren Ener­gien gesteigert werden. Um eine effi­zien­tere Versorgung zu er­reichen, sind in Deutsch­­land die Energieeinsparverordnung (EnEV) und das Erneuerbare-Energien-Wärme-Gesetz (EEWärmeG) er­lassen worden. Diese Ge­setze ver­pflichten die Eig­ner von Neu­bauten zu einer öko­­logi­­scheren Ver­­sorgung. Beide Be­stim­mun­gen sollen im Ge­bäude­­energie­­gesetz zusammen­­gefasst werden, das jedoch noch nicht über den Refe­renten­­entwurf hinaus ge­kommen ist.

    Des Weiteren gibt es in Thüringen (ThEEWärmeG), dem Saar­land (SEEWärmeG) und Nord­rhein-West­falen eben­­falls Pläne zur Ein­­führung eines Wärmege­setzes auf Länder­­ebene für den Be­stands­bauten. Übersicht Wärme-Gesetze

    Die „Grünen“ haben Ende 2015 einen Entwurf in den Bundes­­tag ein­gebracht, der eine bundes­­weite Regel­ung nach dem Vor­bild aus Baden-Würt­tem­berg im Rahmen des EEWärmeG vor­sieht. Der Vor­schlag ist im Bundes­­ausschuss u. a. durch die Stimmen der CDU/CSU und der SPD zu­nächst ab­gelehnt worden. Die SPD möchte in naher Zu­kunft eine eigene Aus­ar­beit­ung vor­legen.

  • Erfüllt Ihr Biogas die Anforderungen in Baden-Württemberg?

    Ja. Unser Produkt ist sogar speziell nur für das Wärmegesetz in BW konzipiert worden.

  • Warum sollte ich mich für 10 % Biogas entscheiden?

    Der Einsatz von Biogas stellt eine der kostengünstigsten, wenn nicht sogar die günstigste Möglichkeit zur Erfüllung der baden-württembergischen Vorschriften dar. In Kombination mit einem einmalig erstellten Sanierungsfahrplan kann auch das novellierte Erneuerbare-Wärme-Gesetz 2015 günstig erfüllt werden.

  • Ist der gesamte Gasbedarf (90 % Erd- | 10 % Biogas) gedeckt?

    Ja. Unser Produkt besteht aus 90 % Erdgas und 10 % Biogas, d. h. wir liefern Ihren gesamten Gasbedarf. Es ist kein weiterer Gasliefervertrag abzuschließen.

    Darüber hinaus ist auch keine technische Umstellung oder Ähnliches notwendig. Sie beziehen weiterhin das Gas aus der herkömmlichen Gasleitung.

  • Wer kann bei Ihnen bestellen?

    Jeder Interessent mit Gasanschluss in Baden-Württemberg kann unser Biogas beziehen.

  • Wie kommt das Biogas zu mir und muss ich etwas umstellen?

    Sie beziehen vor Ort „normales“ Erdgas aus dem Netz. Wir speisen unser Biogas vorschriftsgemäß an anderer Stelle in das Erdgasnetz ein. Da Sie – wie jeder andere Gasverbraucher – physisch Erdgas beziehen, müssen Sie technisch nichts umrüsten oder umstellen.

  • Kann ich Biogas auch in größeren Gebäuden einsetzen?

    Ja, natürlich. Im EWärmeG 2015 kann Biogas bis zu einer Größe von einem durchschnittlichen 5-6 Familienhaus in einer neuen Gasheizung als Erfüllungsoption eingesetzt werden. Die Grenze liegt bei 50 kW thermischer Leistung der Heizung, das entspricht einem Jahresverbrauch von ca. 120.000 kWh. Genaue Informationen zur Heizungsgröße erfahren Sie von Ihrem Heizungsbauer bzw. Installateur oder auf dem Typenschild Ihrer Heizung.

    Im EWärmeG 2008 gibt es keine Beschränkung. Bei uns können Sie bis zu einem Jahresverbrauch von 1.500.000 kWh bestellen.

    Siehe § 5.3 EWärmeG 2015

  • Wie lange muss ich Biogas einsetzen?

    Solange wie Sie sich für diese Erfüllungsoption entscheiden. Sie können jederzeit auch eine andere Maßnahme umsetzen.

  • Kann ich auch 15 % Biogas einsetzen?

    Nein. Nach der Novellierung des Wärmegesetzes im Jahr 2015 ist der Einsatz auf 10 % begrenzt. Die fehlenden 5 % können Sie über eine andere Erfüllungsoption – wie bspw. den Sanierungsfahrplan – kostengünstig erreichen.

    Im alten Erneuerbare-Wärme-Gesetz 2008 genügen aber 10 % aus, um das Gesetz vollständig zu erfüllen.

    Siehe § 4.3 Nr. 3 EWärmeG 2008 bzw. § 5.3 EWärmeG 2015

  • Wer muss den Nachweis erbringen?

    Der Eigentümer muss alle Dokumente zusammenstellen und bei der unteren Baurechtsbehörde einreichen.

    Siehe § 6 EWärmeG 2008 bzw. § 20.1 EWärmeG 2015

  • Wie und wo weise ich nach, dass ich Biogas einsetze?

    Sie bekommen von uns den dafür vorgesehenen Biogas-Nachweis automatisch zu gesendet. Diesen reichen Sie einfach bei Ihrer unteren Baurechtsbehörde ein.

    Siehe § 6.2 § 8 EWärmeG 2008 bzw. § 20.3 § 22 EWärmeG 2015

  • Wann muss ich den Nachweis einreichen?

    Im novellierten Wärmegesetz 2015 aus BW stimmen der Zeitpunkt der Nutzungspflicht mit dem Zeitpunkt des Nachweises überein: 18 Monate nach dem Heizungstausch. Als Inbetriebnahme gilt die Abnahme durch den Schornsteinfeger. Für Verstöße kann ein Bußgeld verhängt werden.

    Im alten Wärmegesetz von 2008 müssen Sie den Nachweis 3 Monate nach der ersten Gasabrechnung vorlegen. Der Zeitpunkt des Einreichens des Nachweises ist hier nicht gleichbedeutend mit dem Zeitpunkt der Nutzungspflicht! Die Verpflichtung zur Erfüllung des Gesetzes besteht direkt nach dem Heizungstausch; bei einem Austausch einer defekten Heizung jedoch erst nach 24 Monaten!

    Siehe § 4.2 § 6.2 § 9 EWärmeG 2008 bzw. § 4.2 § 23 EWärmeG 2015

    Bitte beachten Sie Ihre aktuellen Gasvertrags-Laufzeiten, die oft bis zu 24 Monate betragen. Lieber rechtzeitig wechseln.

  • Wann und wie bekomme ich den Biogas-Nachweis?

    Ca. 2 Wochen nach der Anmeldebestätigung des Netzbetreibers senden wir Ihnen automatisch den Nachweis zu – per Mail und per Post.

  • Beeinflusst Biogas den Primärenergiebedarf?

    Nein. Im Rahmen der Energieeinsparverordnung (EnEV) und des Erneuerbare-Energien-Wärme-Gesetzes (EEWärmeG) kann durch den Einsatz von Biogas der Primärenergiebedarf nicht gesenkt werden. Im baden-württembergischen Erneuerbare-Wärme-Gesetz ist der Primärenergiebedarf nicht relevant.

  • Ist eine Bestellung kompliziert und zeitaufwendig?

    Nein. Den kompletten Wechsel übernehmen wir kostenlos für Sie. Sie brauchen lediglich 5 Minuten zum Ausfüllen unseres Bestellprozesses, bequem online oder offline (einfach ausdrucken und per Post versenden). Oder aber Sie bestellen telefonisch unter der 0251 27601 440. So funktioniert der Wechsel …

    Im Bestellprozess können Sie zwischen dem nächstmöglichen Termin oder einem Wunschtermin wählen. In diesen Fällen kontaktieren wir Ihren derzeitigen Versorger, fragen nach der Restlaufzeit und kündigen anschließend Ihren Vertrag. Aber auch eine bereits durch Sie ausgesprochende Kündigung gegenüber dem Vorversorger kann im Bestellprozess vermerkt werden.

  • Welche Daten benötige ich für eine Bestellung?

    Sie benötigen lediglich Ihre persönlichen Daten (Name, Anschrift, Kontaktdaten), den Namen Ihres bisherigen Versorgers und die Zählernummer. Diese finden Sie auf Ihrer letzten Rechnung beim Altlieferanten oder auf Ihrem Gaszähler.

  • Kann ich nur online bestellen?

    Nein. Unsere Produkte werden zwar über das Inter­­net ange­­boten, Sie können jedoch die not­­wendigen Dokumente jeder­­zeit aus­­drucken, zu Hause aus­­füllen und uns postalisch zusenden. Gerne können Sie auch alter­­nativ telefonisch unter 0251 27601 440 bestellen.

  • Ist die Versorgung sicher gestellt? Auch beim Wechsel?

    Ja. Vom Gesetz­­geber wird Ihnen die Versorgung garantiert, d. h. Sie können zu jeder Zeit Gas aus der Leitung beziehen und heizen. Sollten wider Erwarten doch einmal Probleme beim Lieferanten­­-Wechsel auftreten, springt der örtliche Grund­­ver­­sorger auto­­matisch für kurze Zeit mit der Be­­lieferung ein.

  • Ich habe noch nicht gekündigt. Übernehmen Sie das für mich?

    Ja. Wir erfragen die Laufzeit und Kündigungsfrist Ihres derzeitigen Vertrages bei Ihrem Vorversorger und kündigen zum nächstmöglichen Termin. Der komplette Wechsel ist kostenlos für Sie. Sie brauchen nach der Bestellung nichts weiter unternehmen.

  • Ich habe schon gekündigt! Ist das ein Problem?

    Nein, Sie erleichtern uns sogar die Aufgabe. Sie brauchen lediglich im Bestellformular angeben, dass Sie bereits selbst gekündigt haben. Der komplette Wechsel ist kostenlos für Sie. Sie müssen nach der Bestellung nichts weiter unternehmen.

  • Gibt es ein Sonderkündigungsrecht beim Vorversorger?

    Ein Sonderkündigungsrecht wird bei Preisanpassungen oder Änderungen an Ihrem Vertrag per Gesetz eingeräumt. Eine solche Anpassung muss jeder Versorger seinen Kunden schriftlich mit Hinweis auf die einzuhaltende Frist mitteilen. Näheres dazu finden Sie in den Vertragsunterlagen und den AGB Ihres derzeitigen Versorgers. Ein Sonderkündigungsrecht können nur Sie persönlich gegenüber dem Vorversorger aussprechen.

    Darüber hinaus lassen viele Versorger ihre Kunden aus Kulanz vorzeitig aus dem Vertrag, wenn selbst kein Biogas im Rahmen des Erneuerbare-Wärme-Gesetzes angeboten werden kann. Eine entsprechende Anfrage bei Ihrem aktuellen Versorger lohnt sich oft.

  • Kann ich heute schon für die Zukunft bestellen?

    Ja, im Bestell­­formular können Sie einen Wunsch­­termin zur Be­­lieferung aus­­wählen. Dieser kann auch weiter in der Zukunft liegen.

  • Kann ich schon vor meinem Einzug zu Ihnen wechseln?

    Ja. Dann be­­nötigen wir bei der Be­­stellung als zusätz­­liche Angabe Ihr Einzugs­­datum und Sie be­­kommen in der Regel pünkt­­lich zum Ein­­zug Gas von uns geliefert.

  • Ich bin schon vor einiger Zeit eingezogen. Was nun?

    Ja. Bis zu 4 Wochen kann eine An­­meldung bei einem Ein­­zug rückwirkend erfolgen. Bei der Bestellung können Sie den Einzugs­­termin eingeben. Hat der lokale Grund­­ver­­sorger jedoch die Lieferung schon über­­nommen, kann leider nicht mehr rück­­wirkend an­­gemeldet werden. Hier ist jedoch ein schneller Wechsel inner­­halb von 2 Wochen möglich. Dies erfragen wir natür­­lich für Sie. Somit ist für Sie nichts weiter zu tun.

  • Ich bin keine Privatperson, kann ich dennoch bestellen?

    Ja, natürlich. Neben Privathaushalten (Eigenheim, Mieter, Vermieter) können auch Gemeinschaften, Hausverwaltungen, Geschäftskunden, Vereine, Heime und Kommunen abschließen. Sie brauchen lediglich im Bestellformular den korrekten Kundentyp auswählen.

  • Wie geht es nach meiner Bestellung weiter?

    Mit der Bestellung erteilen Sie uns den Auftrag, Sie zu beliefern. Wir werden anschließend – falls die Kündigung noch nicht von Ihnen vorgenommen wurde – Ihren derzeitigen Vertrag kündigen. Darüber hinaus werden wir unsere Belieferung bei Ihrem zuständigen Netzbetreiber anmelden. Sofern keine Unstimmigkeiten auftreten, wird der Wechselprozess etwa 3 Wochen, in Ausnahmefällen bis zu 6 Wochen, in Anspruch nehmen. Wir bitten hier um etwas Geduld. Für Sie ist aber nichts weiter zu tun.

    Im Anschluss daran erhalten Sie von uns eine Auftragsbestätigung mit Angabe des Liefertermins. Dadurch ist der Vertrag zustande gekommen und Sie werden für mindestens 12 Monate von uns beliefert. Der Nachweis wird Ihnen im Anschluss automatisch zugesendet.

  • Welche Tarife bieten Sie an?

    Aus Gründen der Transparenz, der Übersicht und der Ehrlichkeit bieten wir genau 1 Tarif an – mit 12 Monaten Laufzeit und Preisgarantie. Wir verzichten auf unseriöse Bonus-Modelle, Vorauskasse, Kautionen oder kWh-Pakete.

  • Wie lange läuft ein Vertrag mit Ihnen?

    Der Vertrag läuft ab Belieferungsstart 12 Monate.

  • Was passiert, wenn der Vertrag ausläuft?

    Wenn der Vertrag nicht von Ihnen oder uns gekündigt wird, verlängert er sich automatisch um weitere 12 Monate zu den gleichen Konditionen. Eine Verlängerung erfolgt somit jährlich zum jeweiligen Laufzeitende.

  • Welche Kündigungsfrist ist zu beachten?

    Der Vertrag kann mit einer Frist von 1 Monat zum Laufzeitende gekündigt werden.

  • Was umfasst die Preisgarantie und wie lange gilt diese?

    Die Preis­­garantie umfasst alle Kosten­­kompo­­nenten mit Ausnahme von Steuern und Ab­­gaben. Die Preis­­garantie gilt natür­­lich über die gesamte Vertrags­­lauf­­zeit. Somit kann sich Ihr Gas­­preis inner­­halb der Lauf­­zeit nicht verändern – außer bei staat­­lichen Steuer- oder Abgabe­n­­an­­passungen.

  • Kann der Gaspreis steigen?

    In der Vertrags­­lauf­­zeit kann Ihr Gas­­preis natürlich nicht steigen – außer im un­­wahr­­schein­­lichen Fall von staat­­lichen Steuer- oder Abgaben­­an­­passungen.

    Ist aufgrund steigender Gas­­preise eine Preis­­anpassung nach dem Lauf­­zeitende un­­um­­gäng­­lich, müssen wir Ihnen diese 6 Wochen vorher schriftlich mitteilen. Sie haben in einem solchen Fall ein Sonder­­kündigungs­­recht. Somit können Sie jeder­­zeit reagieren. Wir versuchen Preis­­schwankungen – so weit es uns möglich ist – zu kompen­­sieren, damit unsere Kunden auch nach der Erst­­lauf­­zeit mit konstanten Preisen kalkulieren können.

  • Gibt es bei Ihnen ein Bonus-Modell oder Ähnliches?

    Nein. Wir distanzieren uns ausdrücklich von Bonus-Modellen, Vorauskasse, Kautionen, kWh-Paketen und anderen versteckten Preistreibern. Wir möchten unseren Kunden ein faires und transparentes Produkt anbieten. Aus diesem Grund bieten wir auch nur einen Tarif – den Fix12 mit 12 Monaten Laufzeit und Preisgarantie – an.

  • Sind alle Kosten in Ihrem Preis enthalten?

    Unsere im Preisrechner ausgewiesenen Preise enthalten alle Kosten, Steuern und Abgaben. Es sind somit Brutto-Preise, die die komplette Gaslieferung abdecken.

  • Warum gibt es einen Grund- und einen Arbeitspreis?

    Der Grund­­preis beinhaltet alle fixen Kosten, wie z. B. die Ab­­lesung des Zählers. Diese sind komplett unab­­hängig von Ihrem Ver­­brauch und fallen immer an – auch wenn Sie gar nicht heizen würden. Der Arbeitspreis pro kWh ist abhängig von Ihrem Ver­­brauch. Heizen Sie weniger, zahlen Sie auch an­­teilig weniger. Umge­­kehrt ist es natür­­lich genauso. Im Preis­­rechner können Sie Ihren indivi­­duellen Preis aus­­rechnen.

  • Warum sind die Preise von Ort zu Ort unterschiedlich?

    Unser Gas­­preis enthält unter anderem auch die Transport­­kosten, die wir an den örtlichen Netz­­be­­treiber zahlen müssen. Diese so­­ge­­nannten Netz­­ent­­gelte sind in jedem Ort und für jeden Ver­­brauch unter­­schiedlich. Leider können wir diese nicht beeinflussen. Das gilt natürlich für jeden Ver­­sorger in Deutsch­­land. Ihren Preis können Sie un­­ver­­bind­­lich im Preis­­rechner ausrechnen.

  • Ich weiß meinen Verbrauch nicht. Was nun?

    Sie können Ihren Ver­­brauch anhand der Wohn­­fläche (m²) schätzen. Dazu nutzen Sie bitte den Regler in unserem Preis­­rechner. Weicht der geschätzte Ver­­brauch zu stark von den tat­­säch­­lichen Ver­­bräuchen der Vor­­jahre ab, teilt uns dies der örtliche Netz­­be­­treiber mit. In diesem Fall würden wir wieder auf Sie zu­­kommen.

  • Was ist, wenn ich einen falschen Verbrauch eingebe?

    Weicht der ein­­ge­­gebene Ver­­brauch zu stark von den tat­­säch­­lichen Ver­­bräuchen der Vor­­jahre ab, teilt uns dies der ört­­liche Netz­­be­­treiber mit. In diesem Fall würden wir wieder auf Sie zu­­kommen.

  • Wie sehen meine Vertragsdokumente aus?

    Mit der Be­­stellung stellen Sie einen Antrag, indem Sie erklären, dass Sie von uns zu be­­stimmten Kondi­­tionen beliefert werden möchten. Dies können Sie online, per Post (durch aus­­drucken und zu­­senden) oder per Telefon unter der 0251 27601 440 bequem vor­­nehmen. Diesen Antrag nehmen wir nach erfolg­­reicher An­­meldung beim Netz­­betreiber mit einer postalisch versendeten Auftrags­­bestäti­­gung unter Angabe des Liefer­­beginns an. Diese beiden Dokumente – Auftrags­­antrag und Autrags­­bestätigung – ergeben zusammen mit unseren AGB den Liefer­­vertrag.

  • Erhalte ich bei einem Umzug weiterhin Gas von Ihnen?

    Nein. Ihr aktueller Vertrag endet bei fristgerechter Umzugsmitteilung. Hierzu bitten wir um eine kurze Mitteilung ‒ gerne über unser Kontaktformular. Selbstverständlich können wir Ihnen für Ihre neue Abnahmestelle ein neues Angebot unterbreiten.

  • Was passiert mit meinem Gaszähler?

    An Ihrem Gas­­zähler ändert sich nichts. Die Ver­­ant­­wor­­tung für den Zähler liegt weiter­­hin beim ört­­lichen Netz­­be­­treiber. Er kümmert sich wie bisher um Ihren Gas­­zähler. Für die Zähler­­ablesung wird der Netz­­be­­treiber Sie jährlich kontak­­tieren und ggf. zu einer Selbstablesung auffordern. Pro­­aktiv brauchen Sie aber nichts zu unter­­nehmen. Der Zähler­­stand wird uns elek­­tronisch über­­mittelt, so dass wir Ihren Ver­­brauch ab­­rechnen können. Der Netz­­be­­treiber stellt Ihnen nichts in Rechnung.

  • Wo finde ich meine Zählernummer?

    Sie finden Ihre Zähler­­nummer auf Ihrer letzten Gas­­rechnung – oder natür­­lich auf dem Zähler selbst. Bei Unklar­­heiten können Sie uns Ihre Zähler­­nummer bspw. auch durch ein Bild nach­­reichen. Bitte im Bestell­­prozess dann unter Zähler­­nummer "wird nach­­gereicht" ein­­tragen.

  • Wie berechnet man Kilowattstd. (kWh) aus Kubikmetern (m³)?

    Die Umrechnung hängt von der Zustandszahl und dem Brennwert ab. Diese sind von Region zu Region unterschiedlich und werden vom lokalen Netzbetreiber gemessen und dem Versorger zur korrekten Abrechnung mitgeteilt. Die Energiemenge in kWh ergibt sich nach folgender Formel: Verbrauch (kWh) = Zustandszahl × Brennwert × Volumen (m³). Als grobe Faustregel können Sie Ihren Verbrauch (in m³) mit 11 multiplizieren. hier wird das Thema im Detail erklärt …

  • Wie erfolgt die Zählerablesung?

    Der Zeit­­punkt der jährlichen Ablesung wird vom ört­­lichen Netz­­be­­treiber (zumeist das lokale Stadt­­werk) vor­­ge­­geben. Oft hat dieser einen regel­­mäßigen Ablese-Turnus, d. h. der Zeitpunkt der Ablesung sollte jedes Jahr ähnlich sein. In der Regel fordert der Netz­­be­­treiber den Bewohner des Hauses zum Ab­­lesen des Zählers posta­­lisch auf. Alternativ kann natür­­lich auch ein Mit­­arbeiter des Netz­­betreibers nach vorheriger Ankündigung den Zähler ablesen.

  • Woraus setzen sich meine Abschlagszahlungen zusammen?

    Ihre Abschlags­­zahlungen er­­rechnen sich aus Ihrem jähr­­lichen Gas­­ver­­brauch. Der Grund­­preis (pro Zähler) und der Arbeits­­preis pro kWh ergeben einen voraus­­sicht­­lichen Jahres­­betrag. Dieser wird in 12 gleiche, monat­­liche Ab­­schläge geteilt.

  • Kann ich meine Abschlagszahlungen anpassen bzw. ändern?

    Ja. Falls die ermit­­telte Abschlags­­zahlung begründeter­­weise nicht zur ermittelten Verbrauchs­­prognose passen sollte, wenden Sie sich bitte an uns. Gerne ganz un­­kompliziert mit unserem Abschlagsänderungsformular.

  • Wann werden meine Abschlagszahlungen fällig?

    Abschläge sind jeweils zum 10. des Monats zur Zahlung fällig. In der Regel ziehen wir die Beträge per SEPA-Last­­schrift ein.

  • Wann erfolgt die Jahresabrechnung?

    Einmal im Jahr bekommen wir vom örtlichen Netz­­be­­treiber Ihren Zähler­­stand über­­mittelt. Darauf­­hin stellen wir posta­­lisch eine Jahres­­rechnung, die alle bis dato gezahlten Ab­­schläge berück­­sichtigt. Der Zeit­­punkt wird vom ört­­lichen Netz­­be­­treiber durch die Ab­­lesung des Zählers vor­­ge­­geben.

    Zwischen Ihrer Ab­­lesung und dem Rechnungs­­eingang können leider bis zu 6 Wochen liegen, da zunächst ein Daten­­aus­­tausch (z. B. Über­­mittlung des Brenn­­werts) zwischen dem Netz­­be­­treiber und uns erfolgen muss. Hier bitten wir um etwas Geduld.

  • Können Sie zu meinem Wunschtermin abrechnen?

    Für eine zusätz­­liche Ab­­rechnung zu Ihrem Wunsch­­termin (z. B. kalender­­jährlich zum 31.12.) geben Sie uns bitte Be­­scheid, bspw. über unser dafür vor­­gesehenen Formular. Dafür be­nö­tigen wir dann natür­­lich den Zähler­­stand zum ge­wün­schten Abrechnungs­­zeit­­punkt von Ihnen. Gerne können Sie dazu unser Zählerstandformular verwenden.

  • Wie zahle ich meine Abschläge und Rechnungen?

    Wir bevor­­zugen eine Zahlung per SEPA-Lastschrift, da dies für beide Seiten den geringsten Auf­­wand erzeugt. Sie können Ihre Daten bei der Be­­stellung ein­­geben oder (falls gerade nicht zur Hand) uns später einfach nach­­reichen.

    Alternativ können Sie uns auch alle offenen Beträge über­­weisen. Hier fallen leider aufgrund des Mehr­­aufwands Gebühren in Höhe von 5 € pro Über­­weisung an.

  • Muss ich an den örtlichen Netzbetreiber Gebühren zahlen?

    Nein. Die Ab­­schlags­­zahlungen, die Sie an uns leisten, ent­­halten sämt­­liche Gebühren und Ab­­gaben. Wenn es um Ihre Gas­­ver­­sorgung geht, be­­kommen Sie nach Ihrem Wechsel nur noch Rechnungen von uns.

  • Was ist der Sanierungsfahrplan BW?

    Eigentümer von Wohn- und Nicht-Wohngebäuden in Baden-Württemberg werden durch den Sanierungsfahrplan BW im Rahmen einer Vor-Ort-Begehung energetisch beraten. Der selbst ausgewählte Energieberater analysiert den Ist-Zustand des Gebäudes und zeigt in einer Dokumentation mindestens zwei Varianten der Sanierung auf.

    Im Rahmen des Erneuerbare-Wärme-Gesetzes 2015 gilt die Erstellung des Sanierungsfahrplanes bei Wohngebäuden als Teilerfüllungsoption in Höhe von 5 %.

    Nicht-Wohngebäude können mit dem Sanierungsfahrplan BW sogar die geforderten 15 % komplett erfüllen. In diesem Fall ist jedoch zu beachten, dass auch die Bereiche Lüftung, Kühlung, Klimatisierung und Beleuchtung energetisch bewertet werden müssen.

    Die Eckpunkte eines Sanierungsfahrplanes werden nach § 9.4 EWärmeG 2015 in der Verordnung zum Sanierungsfahrplan vorgegeben.

    Siehe § 9 § 16 EWärmeG 2015

  • Müssen die Empfehlungen umgesetzt werden?

    Nein. Im Sanierungsfahrplan sind nur Empfehlungen aufgeführt, eine Umsetzung ist freiwillig. Der Sanierungsfahrplan soll den Eigentümern lediglich Möglichkeiten der Sanierung aufzeigen.

    Siehe § 9.2 EWärmeG 2015

  • Für welche Gebäude ist der Sanierungsfahrplan vorgesehen?

    Für Wohngebäude und Nicht-Wohngebäude in Baden-Württemberg.

    Siehe § 6.2 § 9 § 13.2 § 16 EWärmeG 2015

  • Was kostet die Erstellung eines Sanierungsfahrplans?

    Die Kosten für einen Sanierungsfahrplan betragen für Wohngebäude (Ein- und Zweifamilienhäuser) je nach Größe und Aufwand in der Regel ~ 700 € bis 1.000 € ggf. abzüglich eines Landeszuschusses (bis zu 500 €) der L-Bank. Dieser wird aber nur gewährt, wenn der Sanierungsfahrplan vor dem Heizungstausch in Auftrag gegeben wurde. Insgesamt betragen die Kosten dann effektiv ~ 500 €. Ein Sanierungsfahrplan für Mehrfamilienhäuser kostet anteilig mehr.

    Aufgrund des spezifischen Sanierungsfahrplanes für Nicht-Wohngebäude erhöht sich der Aufwand und somit die Kosten hier überproportional.

  • Wann muss der Sanierungsfahrplan erstellt werden?

    Der Sanierungsfahrplan darf nicht älter als 5 Jahre sein um im Erneuerbare-Wärme-Gesetz anerkannt zu werden. Eine Förderung der L-Bank wird außerdem nur gewährt, wenn der Sanierungsfahrplan vor dem Heizungstausch in Auftrag gegeben wurde.

    Siehe § 9.3 EWärmeG 2015 und § 4.6 FöRL SFP in Verbindung mit § 4.1 EWärmeG 2015

  • Wer kann einen Sanierungsfahrplan erstellen?

    Neben Energieberatern dürfen vor allem bei Wohngebäuden auch entsprechend qualifizierte Handwerker und Schornsteinfeger nach § 6 SFP-VO Sanierungsfahrpläne ausstellen. Der Aussteller bestätigt mit einer Selbsterklärung, dass er die Anforderungen erfüllt.

    Bei Nicht-Wohngebäuden muss der Berater nachweisen, dass er in den letzten 2 Jahren eine dem Sanierungsfahrplan vergleichbare Beratung durchgeführt hat oder an einer entsprechenden Fortbildung teilgenommen hat.

    Berater, die auf der Expertenliste der dena gelistet sind, sind ebenfalls ausstellungsberechtigt.

  • Wie weise ich die Erstellung nach?

    Sie reichen eine Kopie des Sanierungs­fahr­plans inkl. einer Selbst­erklärung des Beraters bei Ihrer unteren Bau­rechts­behörde ein. Damit sind bei Wohn­gebäuden 5 % der Pflicht erfüllt. Die anderen 10 % können Sie durch den Ein­satz von unserem EWärmeG-Biogas in einer neuen Gas­heizung erreichen.

    Bei einer BAFA-Vor-Ort-Beratung ist die Kopie des Deckblatts, des Inhalts­ver­zeichnisses und der Unter­schrifts­seite des Beratungs­berichts ein­z­ureichen.

  • Muss ich den Sanierungsfahrplan nach einer gewissen Zeit wiederholen?

    Nein, der Sanierungsfahrplan muss zur Gesetzeserfüllung nur einmal durchgeführt werden und sichert Ihnen damit die Teilerfüllung von 5 %. Auch, wenn Sie keine der im Sanierungsfahrplan ermittelten Maßnahmen zur Energieeinsparung durchführen, ist eine Wiederholung der energetischen Beratung nicht notwendig.

  • Gibt es eine Förderung für Wohngebäude?

    Ja. Die Förderung ist in der Förderrichtlinie zum Sanierungsfahrplan festgelegt und wird vom Aussteller (z. B. ein Energieberater) bei der L-Bank beantragt. Der Aussteller stellt seine Rechnung somit abzüglich des Landeszuschusses. Grundvoraussetzung für einen Zuschuss ist, dass der Sanierungsfahrplan vor dem Heizungstausch in Auftrag gegeben wurde.

    Die Höhe dieses Zuschusses ist von der Anzahl der Wohneinheiten in den jeweiligen Gebäuden abhängig. Er beträgt für Ein- bis Zweifamilienhäuser 200 €, für Mehrfamilienhäuser erhöht sich der Zuschuss ab der dritten Wohneinheit um 50 € für jede weitere Wohneinheit. Der Zuschuss beträgt höchstens 50 % der Beratungskosten für den einzelnen Sanierungsfahrplan (inkl. Mehrwertsteuer). Der maximale Zuschuss pro Gebäude beträgt 500 €.

    Eine Sanierungsfahrplan-Beratung in Anspruch nehmen können Gebäudeeigentümer (natürliche Person), Erbbauberechtigte oder Wohnungseigentümergemeinschaften. Dies gilt auch für von Gebäudeeigentümern beauftragte Dritte, sofern alle Gebäudeeigentümer mit der Erstellung des Sanierungsfahrplans einverstanden sind. Auch Gebäudebesitzer (d. h. Mieter oder Pächter) in Abstimmung mit dem jeweiligen Gebäudeeigentümer kommen in Betracht.

    Wurde in den letzten 5 Jahren bereits eine Förderung in Anspruch genommen, ist eine weitere Förderung nicht möglich.

    Weitere Informationen erhalten Sie bei der L-Bank: sanierungsfahrplan@l-bank.de, Tel.: 0721 150 1600, Fax: 0721 150 3896.

  • Gibt es eine Förderung für Nicht-Wohngebäude?

    Nein. Eine Förderung ist leider nicht vorgesehen. Eine Förderung ist auf Wohngebäude beschränkt. Aufgrund der Vielzahl von unterschiedlichen Nicht-Wohngebäuden-Typen gibt es auch keinen Musterbericht.

    Führt ein Nicht-Wohngebäude aber beispielsweise bereits ein Energiemanagementsystem oder ein Energieaudit, so können relevante Daten für den Sanierungsfahrplan genutzt werden. Damit können der Aufwand und die Kosten für den Sanierungsfahrplan reduziert werden.

    Siehe § 2.1 FöRL SFP

  • Warum gibt es den Sanierungsfahrplan?

    Der Gesetz­geber möchte den Eigen­tümern eine günstige Gelegen­heit geben, sich 5 % Erneuer­bare Energien im Erneuer­bare-Wärme-Gesetz an­rechnen zu lassen. Im Gegen­zug wird den Betroffenden eine energetische Sanierung in einer Vor-Ort-Beratung durch einen Experten näher gebracht und doku­mentiert. Werden im An­schluss einige Maß­nahmen aus dem Sanierungs­fahr­plan durch die Eigen­tümer (frei­willig) umgesetzt, können klima­schädliche CO2-Emissionen vermieden werden. Der Sanierungs­fahr­plan setzt einen Anreiz zur Sanierung und trägt somit dazu bei, die aus­ge­gebenen Klima­schutz­ziele zu erreichen.

    In Baden-Württemberg (wie auch in ganz Deutsch­land) sorgt der Gebäude­bestand mit ver­alteten Heiz­anlagen und un­dichten Gebäude­hüllen für einen Groß­teil der CO2-Emissionen. Eine ener­getische Sanierung und der Einsatz von Erneuer­baren Energien führen zu einer effizienten Nutzung der Energie und fördern die Un­abhängig­keit von fossilen Energie­trägern. Eine energe­tische Beratung wie der Sanierungs­fahr­plan ist ein erster guter Schritt in die richtige Richtung: Ein Sanierungs­fahr­plan gibt Ihnen einen individuellen Über­blick über die energe­tischen Opti­mierungs­möglich­keiten Ihres Gebäudes.

  • Gibt es eine Alternative?

    Eine geförderte Vor-Ort-Beratung der BAFA – die dem Sanierungsfahrplan inhaltlich stark ähnelt – kann für Wohngebäude ersatzweise angerechnet werden. Einen Experten finden Sie über unser Formular, über die regionalen Energieagenturen in Baden-Württemberg oder in dieser Liste des Bundes. Ein Energiesparcheck dagegen ist nicht ausreichend für die Erfüllung des Gesetzes.

    Siehe § 4.3 SFP-VO in Verbindung mit der Richtlinie zur Förderung der BAFA-Vor-Ort-Beratung

    Generell können Sie im baden-württembergischen Wärmegesetz natürlich auch eine andere (Teil-)Erfüllungsoption wählen.

  • Kann Klimakönner auch den Sanierungsfahrplan ausstellen?

    Nach § 6.4 SFP-VO wird eine unabhängige Beratung vorgeschrieben. Da wir ggf. auch Ihr Biogaslieferant sind, könnte ein Interessenkonflikt vorliegen. Aus diesem Grund geben wir diese veranwortungsvolle Aufgabe durch unsere kostenlose Vermittlung in die Hände von lokalen Energie-Experten.

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