EWärmeG – das Wärmegesetz in Baden‑Württemberg Tausch der Heizung verpflichtet Eigentümer in BW

Das Er­neuer­bare-Wärme-Gesetz ist ein Landes­gesetz in Baden-Württem­berg, das für Gebäude gilt, die vor dem 1. Januar 2009 errichtet wurden. Nach ei­nem Heizungs­tausch muss der Ei­gen­tümer fort­an Erneuerbare Energien bei der Wärme­ver­sor­gung ein­setzen.

Wir möchten Sie gerne über die An­for­de­rungen in­for­mier­en und Ihnen Wege auf­zei­gen, wie Sie die Vor­gaben des EWärmeG für Ihren Altbau besonders günstig reali­sieren.

Erneuerbare-Wärme-Gesetz ab 2008

Haben Sie Ihre Heizung zwischen dem 1. Januar 2010 und dem 30. Juni 2015 ausgetauscht, sind Sie verpflichtet 10 % Ihres Wärme­bedarfs durch Erneuerbare Energien zu decken.

Das Wärmegesetz gilt für alle beheiz­ten Wohn­gebäude ab 50 m² Wohn­fläche, also für Eigen­heime und Miets­häuser, Wohn­heime, Pflege­heime, Alten­heime und ähn­liche Wohn­ein­rich­tungen.

EWärmeG ab 2015: Novellierung

Das Erneuerbare-Wärme-Gesetz ist er­neu­ert worden. Haben Sie Ihre Hei­zung ab dem 1. Juli 2015 aus­ge­tauscht, müs­sen Sie Ihren Wär­me­be­darf nun zu 15 % mit Er­neu­er­baren En­er­gien decken.

Außerdem gelten die neuen Vor­schriften jetzt auch für Nicht-Wohn­ge­bäude wie Hotels, Schulen, Kinder­gärten, Praxen, Restaurants, Büro- und Ver­wal­tungs­gebäude mit mehr als 50 m² Nutz­fläche.


Wie Sie das Wärmegesetz in BW erfüllen

Sie haben die Wahl zwischen dem Ein­satz von Bio­gas sowie Bioöl, Wär­me­pum­pen, So­lar­ener­gie, Pellet- oder Holz­heizungen. Alter­na­tiv kön­nen Sie Ihr Haus auch be­son­ders effi­zient wärme­däm­men, eine Heizungs­an­lage mit Kraft-Wärme-Kopplung oder eine Pho­to­vol­taik-Anlage in­stal­lier­en. Ist Ihr Ge­bäu­de an ein Fern-/Nah­wärme­netz an­ge­schlos­sen, er­fül­len Sie die Vorgaben ggf. bereits.

Sie können die oben ge­nan­nten Erfüllungsoptionen im EWärmeG 2015 auch mit­ein­ander kom­bi­nier­en. Eine weitere Option stellt der sogenann­te Sa­nier­ungs­fahr­plan dar – eine ein­malige in­di­vi­du­el­le en­er­ge­tische Bera­tung zu Ihrem Haus.

Wir raten aus Kostengründen generell zum Ein­satz von 10 % Biogas in einer neu­en Gas­hei­zung, so dass Sie keine zusätzlichen In­ves­ti­tionen in die Heizanlage vornehmen müssen. Machen Sie den Test und be­rech­nen Sie kosten­frei Ihren Gaspreis mit unserem Preisrechner!

 

Empfohlene Erfüllungsoptionen
2008 Bestellung Biogas (10 %)
2015 Bestellung Biogas (10 %) +
Erstellung eines Sanierungsfahrplanes (5 %)


Beim neuen EWärmeG 2015 alles richtig machen – die Klimakönner wissen wie

Beim Ein­satz von Bio­gas müssen Sie im Erneuerbare-Wärme-Gesetz 2015 weitere 5 % erfüllen. Hier em­pfeh­len wir den Sanierungsfahrplan als kosten­günstige und einfache Ergänzung. Mit uns können Sie diesen un­ver­bind­lich und kosten­los bei lokalen Ener­gie­be­ratern an­fragen!

Sie haben Fragen zu unserem Angebot rund um das EWärmeG? Rufen Sie uns gerne unter der Tel.-Nr. 0251 27601 440 an.

Klimakönner – Ihr Biogas-Anbieter für Baden-Württemberg.

Grüne Flamme+Haus mit Checkliste=Paragraphenzeichen mit Haken
Biogas einsetzen
(10 %)
Sanierungsfahrplan
(5 %)
Gesetz erfüllt
(15 %)

Das Erneuerbare-Wärme-Gesetz in Baden-Württemberg

Knapp ¼ der Treib­haus­gas­emissionen in Baden-Württemberg sind auf die Warm­wasser­bereitung und das Heizen zurückzuführen – ein Großteil davon fällt auf den Gebäude­bestand. Das Wärme­gesetz soll den dort ge­nutz­ten Anteil Erneuer­barer Energien an der Wärme­ver­sorgung deut­lich er­höhen und da­durch den CO2-Aus­stoß mindern.

Ablauf und Akteure im EWärmeG

Die Vor­schriften müssen im Gebäudebestand erfüllt werden, wenn die zentrale Heiz­anlage aus­ge­tauscht bzw. eine zentrale Heiz­anlage erst­malig ein­gebaut wurde oder der An­schluss an ein Wärme­netz vor­ge­nommen wurde. Bei einer Erneuerung nicht zentraler Teile, wie bspw. beim Tausch des Brenners, greift das EWärmeG nicht. Auch Etagen­heizungen und Wärme­erzeuger, die weniger als 50 % der Heiz­wärme, bzw. Wasser­erwärmung liefern, sind aus­ge­schlossen.

Alle am Heizungs­tausch beteiligten Fach­betriebe – wie der beauftragte Heizungs­bauer – sind dazu verpflichtet, den Eigen­tümer über die Nutzungs­pflicht sowie die möglichen Umsetzungs­maßnahmen zu informieren. Nach der Abnahme der neuen Heiz­anlage über­mittelt der Schorn­steinfeger die Neu­in­betrieb­nahme der zuständigen Bau­rechts­behörde. Innerhalb von 18 Monaten muss der Behörde ein Nach­weis über den Einsatz von Erneuer­baren Energien vorgelegt werden. Wird dieser Nachweis­pflicht durch den Eigen­tümer nicht nach­gekommen, können Straf­zahlungen verhängt werden. Der Eigen­tümer ist verant­wortlich, auch eine Bestätigung durch den Sach­kundigen, in der Regel der Heizungs­bauer, sowie ggf. des Brenn­stoff­lieferanten einzuholen.

Bei Miet­objekten und dem Einsatz eines neuen Öl- bzw. Gas­kessels, ist der Eigen­tümer ver­pflichtet, im internen Verhältnis mit seinen Mietern die Nutzung von Bioöl bzw. -gas sicher zu stellen.

Die Erfüllung des Landesgesetzes

Zur Er­füllen sind verschiedene Optionen möglich, die mit­einander kombiniert werden können. Das Gesetz gilt dabei als besonders technologie­freundlich, da Eigen­tümer die Wahl zwischen mehreren Erfüllungsoptionen und Ersatz­maß­nahmen haben.

Eine An­rechnung erfolgt in Anlehnung an den Anteil am Wärme­energie­bedarf, der durch die Techn­ologie erreicht wird, bzw. durch ihren Er­füll­ungs­grad am Gesetz. Bereits durch­geführte Maß­nahmen können dabei eben­falls geltend gemacht werden. Auch ein späterer Wechsel zu einer anderen Erfüllungs­option ist möglich, insofern diese den An­forder­ungen des Gesetzes entspricht und die untere Bau­rechts­behörde durch die Vorlage eines entsprechenden Nachweises über den Wechsel in Kennt­nis ge­setzt wurde. Die Gesetzes­erfüllung kann auch deut­lich nach dem Heizungs­tausch noch kontrolliert werden. Bei dem Gesetz handelt es sich schließlich um eine Dauer­pflicht, die auch nach dem Wechsel eines Eigentümers noch Bestand hat.

Sowohl Wohn­gebäude, als auch öffent­liche und private Nicht-Wohn­gebäude müssen ihren Energie­bedarf zu 15 % aus Er­neuer­baren Ener­gien decken. Als Wohn­gebäude gelten Einheiten, die zu mehr als 50 % dem Wohnen dienen. Gebäude, die sowohl privat als auch ge­werb­lich genutzt werden, gelten als der Gebäude­typ, der flächen­mäßig den größten Anteil ausmacht.

Befreiungen von der Nutzungspflicht

Gebäude, die weniger als 4 Monate im Jahr genutzt werden – bspw. bei einigen Ferien­wohnungen –, sind vom EWärmeG befreit. Bei einer Nutz­ung, die primär in den Sommermonaten stattfindet und der Ener­gie­ver­brauch somit ¼ des zu er­warten­den Ver­brauchs bei einer per­manen­ten Nutz­ung nicht über­schreitet, kann eine Be­frei­ung be­an­tragt werden. Auch, wenn alle zur Er­füll­ung an­erkann­ten Maß­nahmen technisch oder baulich nicht um­setz­bar sind oder sie denk­mal­schutz­recht­lichen oder anderen öffentlich-recht­lichen Vor­schriften ent­gegen­stehen, können Sie von der Pflicht befreit werden. Eine eben­solche Be­frei­ung ist auch möglich, wenn die Gesetzes­erfüllung zu einer un­zumut­baren Belastung führt. Eine Ausnahme bei Nicht-Wohn­gebäuden stellen Hallen dar, die primär der Lagerung, Fertigung und Montage dienen.

Häufige Fragen zum Gesetz …