Er ist leise, er ist fleißig und er ist an 365 Tagen im Jahr für jeweils 24 Stunden aktiv – Ihr Kühl­schrank ist wirklich ein wahres Arbeits­tier. Und weil das nun­mal so ist, hat er sich bereits als selbst­ver­ständ­licher Bestand­teil im Hau­shalt eta­bliert. Er läuft immer auf der gleichen Stufe, der Joghurt wird immer wieder im gleichen Fach gelagert und falls der Kühl­schrank dann doch mal ausge­tauscht werden muss, dann inves­tieren wir in ein ähn­liches Modell – Der Mensch ist und bleibt ein Gewohn­heits­tier. Das ist auch erst mal gar nicht schlimm, vor allem nicht, wenn Sie bereits die folgenden Dinge beachten:

Alles eine Frage der Einstellung

Durch Ihren perma­nenten Be­trieb gelten Kühl­geräte aller Art als regel­rechte Strom­fresser. Je nachdem, was Sie für ein Modell haben, belaufen sich die Strom­kosten auf ca. 20 bis 80 € im Jahr. Gehen wir also mal pauschal von 50 € aus. Bei einer voraus­sicht­lichen Lebens­erwartung des handels­üblichen Kühl­schrankes von 15 Jahren, kommen Sie auf 750 € Strom­kosten pro Gerät. Das ist durchaus eine Summe, bei der man mal an Ein­spar­potentiale denken könnte. Deshalb sollten Sie auf die richtige Ein­stellung Ihres Kühl­schrankes Wert legen.

Natür­lich variieren auf allen möglichen Ratgeber-Seiten im Internet die exakten Temperatur­werte für die optimale Ein­stellung. Das könnte unter anderem daran liegen, dass man den Kühl­schrank im Sommer auch gerne mal etwas kühler stellen kann als im Winter. Oder es liegt daran, dass manche ihr Bier eben doch nochmal einen Tacken kühler haben wollen. Wir möchten hier die Empfehlung des Umwelt­bundes­amtes weiter­geben. Dieses empfiehlt eine Temperatur von 7 Grad im Kühl­schrank und von – 18 Grad im Gefrier­fach.

Haben Sie ein modernes Gerät mit Temperatur­anzeige, dann wird Ihnen die Ein­stellung leicht fallen. Die meisten Kühl­schränke verfügen aller­dings noch über das einfache Regler­rädchen im Kühl­schrank – meistens mit einer Skala von 1 bis 7.

Hinweis: Die Skalen­punkte 1 bis 7 geben nicht die ein­stell­bare Temperatur an! Bei 1 handelt es sich um die wärmste, bei 7 um die kälteste Stufe. Selbiges gilt für Kühl­schränke mit bspw. Skalen bis 5 oder 6.

Schauen Sie für die richtige Ein­stellung einfach in die Betriebs­an­leitung Ihres Gerätes. Hier sollte vermerkt sein, welche Stufe für welche Temperatur steht. Werden Sie hier nicht fündig, dann muss eben das alt­bewährte Thermo­meter hin­halten. Legen Sie dieses zum Messen der Temperatur mittig in das mittlere Fach und lehnen es auf gar keinen Fall an eine der Seiten­wände oder die Rückseite. Hier ist es schließ­lich deutlich kälter. So können Sie dann – auch wenn es etwas old­school ist – ganz einfach die aktuelle Temperatur Ihres Gerätes ermitteln und diese evtl. anpassen.

Faustregel: Man sagt, dass der Kühl­schrank optimal eingestellt ist, wenn man die Butter auf dem Brötchen noch ver­streichen kann. Geht dies nicht mehr, ist der Kühl­schrank zu kalt. Ja und wenn Ihre Butter bereits geschmolzen ist…ich glaube, dann wissen Sie auch ohne schlauen Rat vom Klimakönner Bescheid.

Auf die richtige Größe kommt es an

Geht man einmal in einen Fach­handel für Elektro­geräte oder stöbert im Internet, wird eines schnell klar: Kühl­schrank ist nicht gleich Kühl­schrank. Jedem sollte dabei bewusst sein, dass ein größeres Kühl- oder Gefrier­volumen auch höhere Strom­kosten verur­sacht. Bei der Wahl des richtigen Gerätes ist also Vorsicht geboten – es kommt eben nicht nur auf die richtige Optik an. Vor allem sollten Sie sich von dem Gedanken „je größer, desto besser“ verab­schieden. Im Besonderen sollte es nämlich funktional sein. Überlegen Sie sich also vor dem Kauf eines neuen Kühl­schrankes, wie viel Kühl- und Gefrier­raum Sie wirklich benötigen. Schließ­lich frisst auch frei bleibender Stauraum jede Menge Strom.

Hinweis: Bedenken Sie auch, dass, falls Sie einen separaten Gefrier­schrank haben, Sie sehr viel Geld und Energie sparen können, wenn Sie bei Ihrem Kühl­schrank auf das zusätz­liche Gefrier­fach verzichten.

Was wirklich zählt, sind die inneren Werte

Oder in unserem Fall: die richtige Lager­strategie Ihrer Lebens­mittel. Dafür ist es wichtig, die Funktions­weise Ihres Gerätes grob zu kennen: Wussten Sie, dass es in Ihrem Kühl­schrank verschiedene Temperatur­zonen gibt? Dieses kann ganz einfach physika­lisch erklärt werden. Kalte Luft sinkt nach unten, warme steigt dagegen nach oben. Damit ist das oberste Fach am wärmsten und eignet sich optimal für die Lagerung von Käse oder von Resten der letzten Mahl­zeit. In die Mitte gehören Milch­produkte wie Joghurt und Quark und ganz nach unten dann leicht verderb­liche Speisen, die es besonders kalt mögen um lange haltbar zu bleiben. Das meist durch eine Glas­platte geschützte Gemüse­fach ganz unten, ist, wie der Name schon sagt, perfekt für die Lagerung Ihrer frischen Vitamine in Form von Obst und Gemüse geeignet.

Halten Sie diese Lager­strategie ein, können Sie zwar keine Energie sparen aber dafür sorgen, dass Ihre Lebens­mittel möglichst lange halten – und damit sparen Sie schließ­lich auch Geld – und die Energie, die Sie in einen zusätz­lichen Einkauf hätten inves­tieren müssen.