Klimawandel, Treibhausgase – Wörter, die man in der heutigen Zeit in vielen Überschriften einschlägiger deutscher Zeitungs- und Onlineartikel wiederfindet. Überfliegt man die Inhalte dann, stößt man mit großer Wahrscheinlichkeit auch auf ein weiteres, sehr bekanntes Wort: CO2. Oft gelesen heißt aber noch lange nicht gut informiert. Klimakönner klärt deshalb auf, was genau sich hinter dem Begriff verbirgt.

CO2: Eine Definition

Zunächst einmal ist CO2 die chemische Formel für Kohlen­stoff­dioxid, oft kurz auch Kohlen­dioxid genannt. Hierbei handelt es sich um ein Gas, welches aus einem Kohlen­stoff-Atom (C) und zwei Sauer­stoff-Atomen (O2) besteht. Kohlenstoffdioxid lässt sich gut in Wasser lösen und ist nicht brennbar. Es ist darüber hinaus geruchs- sowie farblos und ungiftig, zumindest dann, wenn es nicht in einer übermäßigen Konzentration auftritt. Neben Stickstoff, Sauerstoff und Edel­gasen ist es ein natür­licher Bestand­teil der Luft.

Der Kohlenstoffdioxid-Kreislauf

Kohlen­stoff­dioxid kann auf zwei unter­schied­liche Weisen ent­stehen: Entweder auf natürlichem Wege oder durch anthropogene, sprich durch den Menschen ent­standene künst­liche Quellen.

Die natürliche CO2-Entstehung

Vermut­lich ist uns das Gas schon allen im Biologie­unterricht über den Weg gelaufen. Genauer gesagt bei dem Thema „Photo­synthese“. Pflanzen und sogar ver­einzelte Bakterien nehmen Wasser und Kohlen­stoff­dioxid auf und verwandeln dieses unter Sonnen­ein­strahlung in energie­reiche Glu­cose und Sauer­stoff. Die Glucose wird gespeichert und der Sauer­stoff wird an die Atmosphäre abge­geben. Im Gegenzug wird durch Organismen aber auch Kohlen­stoff­dioxid an die Luft abgegeben. Dieses entsteht bei der Zell­atmung oder wird in Form von Bio­masse oder beim aeroben Abbau von tier­ischen und pflanz­lichen Über­resten frei­gesetzt. Demnach sorgen vor allem Pflanzen für einen ausgeglichenen CO2-Anteil in der Luft und gelten gleich­zeitig als Kohlen­stoff­senker, da sie das Gas aus der Luft ver­werten und speichern. Weitere Kohlen­stoff­senker sind Ozeane. Diese nehmen Kohlen­stoff­dioxid zwar kaum direkt aus der Luft auf, dafür aber aus eingeschwemmter Biomasse. Weiter ist CO2 Bestandteil vulkanischer Gase und wird auch dadurch an die Atmos­phäre abgegeben. Alles in allem lässt sich aber sagen, dass die natürliche Kohlen­stoff­dioxid­abgabe durch die natür­liche Aufnahme und Speicherung reguliert wird.

Die künstliche CO2-Entstehung

Nun kommt bei Ihnen vielleicht die Frage auf, wie es dann zum soge­nannten Treib­haus­gas-Effekt kommen kann, bzw. wieso der Anteil an Kohlen­stoff­dioxid auf der Erde in den letzten Jahr­zehnten so stark angestiegen ist. Der Grund? Der Mensch! CO2 wird nämlich auch bei der Ver­brennung vieler Energie­träger, wie Holz, Kohle und Erdöl, frei­gesetzt. Künst­liche Quellen der CO2-Erzeugung sind somit nicht nur der Straßen­verkehr und die Industrie, sondern auch die häus­liche Wärme­erzeugung und Wald­brände sowie Rodungen. Das hier frei­gesetzte CO2 kann in dieser Menge nicht durch die natür­lichen Kohlen­stoff­senker Wald und Ozean ausge­glichen werden. Somit steigt der Anteil an Kohlen­dioxid in der Luft immer weiter an.

Der Treibhausgaseffekt

Den Treib­haus­gas­effekt an dieser Stelle zu erklären würde wohl etwas den Rahmen dieses Artikels sprengen. Deshalb wird er hier nur ganz grob ange­schnitten. Da es aber auch ein sehr spannendes Thema ist, werde ich sicher zu einem anderen Zeit­punkt noch einmal darüber berichten. Ganz einfach erklärt, wird die Sonnen­strahlung, die die Atmos­phäre durch­bricht, durch den Boden reflektiert. Hierbei wandelt sich das Licht von kurz­welliger zu langwelliger Strahlung. Diese lang­wellige Strahlung wird durch Treib­haus­gase aufge­halten, wodurch sie nicht ins Weltall ent­weichen können. Die Gase liegen somit wie das Dach eines Treib­hauses um die Erde und sorgen dafür, dass Wärme ge­speichert wird. Das Resultat ist die Erderwärmung. Neben Kohlen­stoff­dioxid zählen auch Wasser­dampf, Methan, Lachgas, teil­halogenierte Fluor­kohlen­wasser­stoffe, per­fluoride Kohlen­wasser­stoffe und Schwefel­haxa­fluoride zu den soge­nannten Treib­haus­gasen. Da aber CO2 den größten Anteil der durch Menschen ausge­stoßenen Treib­haus­gase ausmacht und die stärksten negativen Aus­wirkungen auf unser Klima hat, werden alle anderen Treib­haus­gase auch oft in CO2-Äqui­valenten ausge­drückt. Diese drücken letzt­endlich die Gasmenge des ent­sprechenden Gases auf Grund­lage der äquivalenten Menge an CO2 aus.

Damit ist diese kurze Ein­führung in das Thema Kohlen­stoff­dioxid nun zu Ende. Meine Recherchen haben mir aber gezeigt, wie viele weitere spannende Themen sich noch hinter diesem Gas verbergen. Ich bin mir also sicher,dass Ihnen das Thema noch an anderer Stelle im Klimakönner-Blog begegnen wird.