Zum Heizungsmarkt Report 2017/2018

Der Heizungs­markt Report 2017/2018 basiert auf einer von Kessel­held durchgeführten Studie. Im Verlauf des Jahres 2017 haben über 20.000 Deutsche ein Heizungs­angebot über kesselheld.de angefragt. Diese Ein­sendungen hat das Unternehmen nun ausge­wertet, um zu untersuchen, was die aktuellen Trends im Heizungs­markt sind und worauf Interes­sierte an Heiz­körpern besonderen Wert legen.

Darauf achtet Deutschland beim Heizungskauf

Winterjacken von Wellenstein, Uhren von Fossil und Heiz­kessel von…? Was drauf steht ist wichtiger als das, was drinsteckt - Dieser Spruch scheint im deutschen Heizungs­markt keine Bedeutung zu spielen. Lediglich 23 % aller Befragten gaben an, Wert auf eine bestimmte Heizkessel-Marke zu legen. Dabei waren besonders Viessmann und Buderus beliebt. Auch Vaillant kann sich zu den glück­lichen Drei der wohl belieb­testen Kessel­anbieter in Deutsch­land zählen. Insgesamt scheint bei der Wahl des Heiz­kessels allerdings etwas anderes ausschlag­gebend für den Kauf zu sein, als die Marke hinter dem Kessel. Generell bildet auch noch immer der klassische Heizkörper die beliebteste Art der Wärmeverteilung. Dabei gibt es heutzutage neben dem allseits bekannten Rippen­heiz­körper viele andere Design-Varianten zwischen denen Interessierte wählen können. Lediglich 10 % setzten bei der Wärme­ver­teilung ausschließlich auf Fußbodenheizungen. 15 % wollen neben dem Heiz­körper auch auf warme Füße nicht verzichten und haben deshalb beides instal­liert.

Und so produziert Deutschland seine Wärme

Erneuer­bare Energien sind definitiv im Kommen. Alleine dadurch, dass auch die Regierung den Gebrauch dieser Brenn­stoff­variante mehr und mehr fördert. Dennoch setzen noch immer 86 % aller in der Studie befragten Nutzer auf die fossilen Brenn­stoffe Gas und Öl. Auch wurde in der Studie deutlich, dass der Mensch wohl ein Gewohn­heits­tier ist: 74 % aller Befragten bleiben am liebsten bei ihrem bereits verwendeten Brenn­stoff. Lediglich 2 % wollen von Gas auf Erneuerbare Energien umsteigen. Unter den klima­freund­lichen Heiz­varianten sind dann die Pellet­heizung, sowie die Wärme­pumpe am beliebtesten. Hinzu­kommt, dass auch viele Befragte die Heizungs­unter­stützung durch eine solar­thermische Anlage interessant finden. Vor allem im Süden Deutschlands scheint diese Art des Heizens sehr gefragt zu sein.
In baden-Württemberg wünschen sich die Bewohner den Einsatz Erneuerbarer Energien Während in Baden-Württem­berg 27 % der Befragten angeben, sich Solarthermie zu wünschen, waren es in Hamburg ganze 10 % weniger. Insgesamt scheinen die Bewohner Baden-Württem­bergs Wert auf den Einsatz von Erneuer­baren Energien zu legen. Fast 17 % aller Befragten aus diesem Bundes­land gaben an, dass sie künftig gerne mit Erneuer­baren Energien heizen wollen. Damit liegt Baden-Württem­berg noch vor Sachen und Bayern. Möglicher Grund für diesen Wunsch nach Erneuer­baren Energien könnte auch das länderspezifische Wärme­gesetz EWärmeG sein. Schließlich verpflichtet dieses Betroffene zum Einsatz Erneuer­barer Energien in Bestands­gebäuden nach einem Austausch des Heiz­systems.

Kessel­held erkundigte sich auch über bereits durch­geführte Sanierungs­maßnahmen ihrer Kunden. Schließ­lich kann durch entsprech­ende Ver­bes­ser­ungen der Immobilie eine erhebliche Steigerung des Energie­effizienz­niveaus erreicht werden, wodurch nur weniger Brenn­stoff für ein effizientes Heizen benötigt wird. Der Einbau von Isolier­ver­glasung war dabei die am meisten durchge­führte Maßnahme zur Isolation des Hauses. Auch scheint die Dach­dämmung deutlich häufiger vor­genommen zu werden, als die Dämmung der Wand.

Gewechselt wird spontan

Was den Wechsel der Heiz­anlage angeht, so machen die Befragten wohl schnell Nägel mit Köpfen. Über die Hälfte der Befragten möchte nach der Angebots­ein­holung innerhalb von drei Monaten eine neue Anlage eingebaut bekommen. Nicht einmal 20 % holen sich ein halbes Jahr im Voraus des Wechsels ein erstes Heizungs­angebot ein.


Klimakönner bedankt sich bei Kesselheld, für diesen interessanten Input!