Staatliche Förderung in Baden-Württemberg: Wer sind die Fördergeber?

Eine der staat­lichen Förder­institute für Gas­brenn­wert­geräte ist die Kreditanstalt für Wiederaufbau. Die Förder­bank stellt Bau­herren und Immobilien­eigentümer dabei die Kredit­programme 151 und 152 sowie den Investitions­zuschuss aus dem Programm 430 zur Ver­fügung. Neben der energe­tischen Gebäude­sanierung unter­stützen diese drei Förder­mittel auch Maß­nahmen zur Ver­besserung der Energie­effizienz beim Heizen und den Aus­tausch veralteter Heizungs­anlagen. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle vergibt Zuschüsse, sofern die Gas­brenn­wert­therme mit erneuer­baren Energie­quellen wie Solar­energie kombiniert wird.

Kreditprogramme 151 und 152 von der Kreditanstalt für Wiederaufbau

Einzel­maß­nahmen, wozu die Erneuerung der Heizungs­anlage oder die Optimierung bereits mehr als zwei Jahr alter Heizungen gehören, sind laut KfW-Kriterien förderfähig. Die nach­stehende Tabelle gibt Auf­schluss über die aktuell geltenden Konditionen für Einzel­maßnahmen aus den Förder­programmen 151 und 152:

Beschreibung Kondition
Einzelmaßnahmen nach Programm 151 / 152

Kredithöhe von 50.000 €

Effektiver Jahreszins von 0,75 %

Laufzeit: 10, 20 oder 30 Jahre

Zuschussprogramm 430 der KfW - Fakten und Konditionen

Auch Selbst­zahler unterstützt die Kredit­anstalt für Wieder­aufbau mithilfe von Zuschüssen. Für die erfolg­reiche Umsetzung von KfW-Einzel­maßnahmen erhalten Immobilien­eigentümer einen Nachlass von 10 % auf die förder­fähigen Netto­investitions­kosten. Der Maximal­betrag beschränkt sich dabei auf 5.000 € pro Wohn­einheit.

Förderfähige Maßnahmen KfW-Zuschuss 430 Förderhöhe
Einzelmaßnahmen 10 % der anerkannten Kosten, max. 5.000 € je Wohneinheit
Heizungspaket seit dem 01.01.2016 15 % der anerkannten Kosten, max. 7.500 € je Wohneinheit

Verbesserte KfW-Konditionen durch das Heizungspaket der Bundesregierung

Seit dem 1. Januar 2016 hat die Bundes­regierung über das Anreiz­programm Energie­effizienz das Heizungs­paket eingeführt. Es verbessert die bisherigen Konditionen der KfW-Programme. Darunter fällt die Gewährung höherer Tilgungs­zuschüsse bei den Kredit­programmen 151 und 152. So erhalten Immobilien­eigentümer in Abhängig­keit des erreichten Effizienz­haus­standards gestaffelte Tilgungs­zuschüsse auf die Darlehenssumme. Im Programm 152 beträgt der maxi­male Zuschuss 12,5 %. Für den Förder­kredit 151 liegt der Tilgungs­zuschuss laut Heizungs­paket bei 27,5 %, sofern Sanierungs­maßnahmen zum Erreichen eines KfW 55 Effizienz­haus­standards führen. Auch die Zuschuss­höhe im Programm 430 erhöht sich durch das Heizungs­paket von 10 auf 15 %.

Gewährt wird das Heizungs­paket, sofern Verbraucher bei einem Heizungs­kauf gleichzeitig Optimierungs­maßnahmen, zum Beispiel eine optimale Heizungs­einstellung durch einen Fach­hand­werker, vornehmen lassen. Zu berücksichtigen sind jedoch weitere Voraus­setzungen, über die Energie­berater und Heizungs­bauer Aufklärung leisten.

Weitere hilfreiche und interessante Informationen zur Förderung von Heizungsanlagen sind bei Kesselheld.de zu finden.

Kesseltauschbonus des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrollen

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhr­kontrollen zielt vorrangig auf die Finanzierung von Öko Heizungen ab. Heizungsmodernisierer, die beim Kauf einer Solar­anlage gleichzeitig den alten Wärme­erzeuger gegen ein modernes Gas Brenn­wert­gerät austauschen, erhalten einen Kesseltauschbonus in Höhe von 500 €. Es handelt sich hierbei um eine Zusatz­förderung, die in die BAFA-Förderung für Solar­anlagen integriert ist.

Kreditprogramm “Wohnen mit Zukunft” der Landesbank Baden-Württemberg

Sofern Hausbesitzer in Baden-Württemberg ihre Gas-Brennwert­therme mit Erneuer­baren Energien kombinieren, vergibt die Landes­bank Baden-Württemberg über das Programm “Wohnen mit Zukunft” ein Förder­darlehen von bis zu 50.000 Euro je Wohn­gebäude im südlich gelegenen Bundes­land von Deutsch­land. Die Förderung ist aller­dings auf Häuser mit bis zu drei Wohn­einheiten begrenzt von denen eine Einheit ständig selbst zu nutzen ist.

Beispiele lokaler Förderungen der drei größten Städte Baden-Württembergs

Informationen über städte­spezifische Förder­mittel können Bau­herren bei der jeweils zu­stän­digen Kommune anfordern. Im Folgenden zeigen wir für die größten drei Städte Baden-Württembergs lokale Förderungen für den Kesseltausch oder die Heizungs­optimierung.

Stuttgart

Fördergeber Landeshauptstadt Stuttgart, Stand Oktober 2016
Art

Zuschuss

Kommunales Energiesparprogramm

(Pauschalförderung)

Voraussetzungen / Beschreibungen

notwendig ist eine Erstberatung des Energieberatung Zentrums Stuttgart e.V.

Alter der alten Heizung mind. 15 Jahre

Ersatz alter Heizungen durch Brennwertheizung oder Biomasseanlage

Umstieg dezentraler Wärmeerzeugung auf Zentralheizung

Konditionen

1.000 € je Wohnung

maximal 15.000 € je Gebäude oder Verwaltungseinheit

Karlsruhe

Fördergeber Stadtwerke Stadtplanungsamt
Art Zuschuss Zuschuss
Voraussetzungen / Beschreibungen Kombination von Erdgas-Brennwertkessel mit Solarthermie

Abschluss eines Modernisierungsvertrags mit der Stadt Karlsruhe

Montage einer Gaszentralheizung oder einer Etagenheizung

Konditionen

Kesselleistung < 30 kW 500 €

Kesselleistung >30 kW 750 €

25 % auf die förderfähigen Kosten

Mannheim

Fördergeber Klimaschutz Agentur Mannheim
Art Zuschuss
Voraussetzungen / Beschreibungen Zuschuss für die hydraulische Heizungsoptimierung bei einer Gasheizung
Konditionen

50 € für einen durchgeführten Heizungscheck

10 € pro voreinstellbarem Thermostatventil

je hydraulisch abgestimmtem Heizkörper 15 € jedoch mindestens 90 €

Hinweis: Staatliche Förderungen der KfW und des BAFA sind nicht kombinierbar. Regionale und lokale Fördertöpfe können Heizungs­besitzer hingegen mit Krediten und Zuschüssen des Bundes kumulieren.

Beachten Sie, dass die hier dargestellten Förder­mittel ein Aus­schnitt aus der Gesamt­heit und Komplexität aller zur Verfügung stehenden Fördermöglichkeiten sind. Ein Anspruch auf Voll­ständig­keit ist daher nicht gegeben. Vielmehr soll Ihnen dieser kompakte Über­blick eine grobe Orientierung verschaffen und Sie beim Geld­sparen unterstützen. Für eine detaillierte und auf den eigenen Bedarf ange­passte Förderung ist ein Energieberater zu kontaktieren. Dieser kennt sich mit allen Fristen, Voraus­setzungen und Förder­programmen bestens aus.